Rupprecht, M. (2026). Access for All - Transformation eines innerstädtischen Parkhauses [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.129462
Transformation; Parkhaus; Hybrid; Soziale Infrastruktur; Prototyp
de
Adaptive Reuse; Parking Structure; Hybrid; Social Infrastructure; Prototype
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Abstract:
Die Nachkriegsjahre prägten auch in Wien eine Stadtplanung, die überwiegend das Automobil in den Mittelpunkt stellte. In vielen europäischen Städten setzte man auf das Modell der „autogerechten Stadt“, was zu einem enormen Flächenverbrauch führte - bis heute sind rund 65 % des öffentlichen Raums Wiens dem Autoverkehr gewidmet, obwohl nur etwa 25 % der Wege mit dem Pkw zurückgelegt werden. Diese Diskrepanz wird durch die große Anzahl an Garagenplätzen zusätzlich verstärkt, insbesondere in den dicht bebauten innerstädtischen Bezirken 6, 7 und 8. Mit dem hervorragend ausgebauten öffentlichen Verkehrssystem, welches durch die Erweiterung der U-Bahnlinien U2 und U5 in den nächsten Jahren weiter gestärkt wird, verliert das Automobil in diesen Bereichen zunehmend an Bedeutung. Dadurch entsteht ein erhebliches Potenzial, öffentliche Räume neu zu denken und bestehende Infrastrukturen des Autoverkehrs einer anderen Nutzung zuzuführen. Das Parkhaus in der Stiftgasse wird im Rahmen der Arbeit als Prototyp einer neuen Gebäudetypologie untersucht, die Kultur, Bildung, Sport und soziale Angebote in einem Hybrid vereint. Die Transformation schafft soziale Infrastruktur und ermöglicht zugleich eine neue öffentliche Durchwegung innerhalb des dicht bebauten Wiener Blocks. Die Umnutzung dieser Großstruktur liefert eine nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen des innerstädtischen Raums. Sie zeigt, wie bestehende bauliche Ressourcen aktiviert werden können, um eine sozial gerechte und ökologisch verantwortungsvolle Stadtentwicklung zu fördern und eine Alternative zu rein profitorientierten Nutzungen zu entwickeln.
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The post-war years also shaped urban planning in Vienna, which predominantly placed the automobile at the center. In many European cities, the model of the “caroriented city” was adopted, leading to an enormous consumption of space - to this day, around 65% of Vienna’s public space is dedicated to car traffic, although only about 25% of daily trips are made by private car. This discrepancy is further intensified by the large number of parking facilities, particularly in the densely built inner-city districts of the 6th, 7th, and 8th districts. With the well-developed public transport system, which will be further strengthened in the coming years by the extension of the U2 and U5 metro lines, the automobile is becoming increasingly less relevant in these areas. This opens up significant potential to rethink public space and to repurpose infrastructures originally built for car traffic. The parking garage on Stiftgasse is examined in this work as a prototype of a new building typology that combines culture, education, sports, and social programs within a hybrid. This transformation creates social infrastructure while enabling a new public pedestrian passage through the densely built Viennese urban block. The adaptive reuse of this large-scale structure provides a sustainable response to the challenges of the inner city. It demonstrates how existing built resources can be activated to promote socially equitable and environmentally responsible urban development, offering an alternative to purely profit-driven models.
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