Brandstätter, T. (2026). vom hotspot zum cool corridor [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.142760
E260 - Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
127
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Keywords:
Klimawandelanpassung; Wien; Simulation
de
Climate Change Adaptation; Vienna; Simulation
en
Abstract:
Die vorliegende Arbeit untersucht die mikroklimatische Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen im urbanen Straßenraum am Beispiel eines stark versiegelten Quartiers in Blockrandbebauung. Ziel ist es, die Effekte einzelner sowie kombinierter Interventionen simulationsbasiert zu analysieren und hinsichtlich ihrer räumlichen Wirkung zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass thermische Entlastung nicht primär über eine Reduktion der Lufttemperatur erfolgt, sondern vor allem durch die Verringerung der Strahlungsbelastung. Dies wird insbesondere durch die deutlichstärkeren Veränderungen des Universal Thermal Climate Index (UTCI) im Vergleich zur Potential Air Temperature (PAT) deutlich. Einzelmaßnahmen führen überwiegend zu lokalen Verbesserungen. Erst die Kombination verschiedener Wirkmechanismen –insbesondere Verschattung, Verdunstung und angepasste Materialien – ermöglicht eine spürbare Entlastung über größere Bereiche hinweg. Dabei zeigt sich, dass die Wirksamkeit weniger von der Anzahl der Maßnahmen als vielmehr von deren räumlicher Anordnung abhängt. Mit zunehmender Dichte und Kontinuität entsteht ein Übergang von punktuellen zu flächig wirksamen Effekten. Besonders wirksam sind zusammenhängende Vegetationsstrukturen, die zu einer gleichmäßigeren Temperaturverteilung beitragen und lokale Hitzeinsel zu reduzieren. Die Arbeit verdeutlicht, dass mikroklimatische Anpassung nicht als Summe einzelner Eingriffe verstanden werden kann, sondern als räumlich integrierte Planungsaufgabe, bei der das Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen entscheidend ist. Aufbauend darauf wird ein Leitbild entwickelt, das die Ausbildung vernetzter, klimaaktiver Stadträume in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist die Schaffung zusammenhängender „Cool Corridors“, die über einzelne Straßenräume hinaus wirken und eine flächige thermische Entlastung auf Quartiersebene ermöglicht. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung klimaresilienter Straßenräume und zeigt, wie bestehende urbane Strukturen gezielt an zukünftige klimatische Anforderungen angepasst werden können.
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This thesis investigates the microclimatic effectiveness of various heat mitigation measures in urban street environments, using a highly sealed perimeter block district as a case study. The aim is to analyse the effects of individual as well as combined interventions through simulation and to evaluate their spatial impact. The results show that thermal relief is not primarily achieved through a reduction in air temperature, but rather through the mitigation of radiant heat exposure. This is particularly evident in the significantly stronger changes observed in the Universal Thermal Climate Index (UTCI) compared to the Potential Air Temperature (PAT).Individual measures mainly lead to local improvements. Only the combination of different mechanisms -especially shading, evapotranspiration, and adapted surface materials - enables a noticeable reduction of thermal stress across larger areas. It becomes evident that effectiveness depends less on the number of measures than on their spatial configuration. Within creasing density and continuity, a transition from localised to area-wide effects can be observed. Continuous vegetation structures prove to be particularly effective, contributing to a more homogeneous temperature distribution and reducing local heat islands. The study demonstrates that microclimatic adaptation cannot be understood as the sum of isolated interventions, but rather as an integrated spatial planning task in which the interaction of different measures is crucial. Based on these findings, a guiding concept is proposed that focuses on the formation of interconnected, climate-responsive urban spaces. The objective is the implementation of a continuous “cool corridors” can be established that extend beyond individual street sections and enables area-wide thermal relief at the neighbourhood scale. This thesis contributes to the evidence-based advancement of climate-resilient street design and illustrates how existing urban structures can be strategically adapted to future climatic challenges.
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