Birgmann, F. (2026). Wo Chemie verbindet - Transformation eines Gebäudeensembles in Hochburg-Ach [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.131683
Burghausen zählt zu den bedeutendsten Chemiestandorten im Bayerischen Chemiedreieck. Mit der Gründung der Wacker Chemie im Jahr 1914 begann die Entwicklung eines international vernetzten Industriestandorts, der bis heute zahlreiche global agierende Unternehmen beheimatet. Um dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften gerecht zu werden, eröffnete die Technische Hochschule Rosenheim im Jahr 2016 eine Zweigstelle in Burghausen. Der Campus Burghausen bietet ein breites Spektrum an Studiengängen – von Chemieingenieurwesen bis Betriebswirtschaftslehre. Doch eines kann der Campus den Studierenden bislang nicht ausreichendbieten: Wohnraum. Die zunehmende Internationalisierung, insbesondere durch den neuen Masterstudiengang „Hydrogen Technology“, hat den Bedarf an studentischem Wohnraum deutlich steigen lassen. Von rund 250 bis 300 benötigten Wohnheimplätzen stehen derzeit lediglich etwa 150 zur Verfügung; 50 weitere Plätze befinden sich in Planung. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Lücke zu schließen und den Studierenden eine angemessene Wohnsituation zu ermöglichen. Gleichzeitig soll der Standort durch öffentliche Angebote gestärktund als lebendiger Ort für die Region weiterentwickelt werden. Ausgangspunkt sind zwei leerstehende Bestandsgebäude, Ach 1 und Ach 2, die sich gegenüber der historischen Altstadt von Burghausen befinden, die vor allem für die längste Burganlage Europas bekannt ist. Die Arbeit untersucht, wie durch architektonische Interventionen und eine gezielte Weiterentwicklung der vorhandenen Strukturen nicht nur dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden kann, sondern auch neue Impulse für die Region entstehen können. Zudem werden digitale Entwurfsmethoden entwickelt, um die Vielfalt, Transparenz und Nachhaltigkeit im Planungsprozess gezielt zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zeitgemäßes studentisches Wohnen verbunden mit öffentlichen Angeboten im Spannungsfeld von Bestand, Ort und Nutzernneu gedacht werden kann.
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Burghausen is one of the most important chemical industry locations within the Bavarian Chemical Triangle. With the founding of Wacker Chemie in 1914, the city began its transformation into an internationally connected industrial hub, which today hosts numerous global enterprises.In order to meet the growing demand for qualified professionals, the Technical University of Applied Sciences Rosenheim opened a branch campus in Burghausen in 2016. The Campus Burghausen offers a wide range of study programs – from chemical engineering to business administration.However, one essential aspect is still insufficiently provided for students: housing. The increasing internationalization, particularly through the new master’s program “Hydrogen Technology,” has significantly intensified the demand for student accommodation. Of the approximately 250 to 300 dormitory places required, only around 150 are currently available, with an additional 50 units in planning.The aim of this thesis is to address this shortage and provide students with adequate living conditions. At the same time, the project seeks to strengthen the site through public functions and to further develop it as a vibrant place for the region. The starting point consists of two vacant existing buildings, Ach 1 and Ach 2, located opposite the historic old town of Burghausen, which is primarily known for the longest castle complex in Europe.The thesis explores how architectural interventions and the targeted transformation of existing structures can not only create urgently needed housing, but also generate new impulses for the region. In addition, digital design methods are developed to promote diversity, transparency, and sustainability within the planning process. At its core, the project investigates how contemporary student housing, combined with public functions, can be reimagined within the tension between existing structures, place, and users.
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