Theis, E. (2025). Komfort im Wandel – Eine Transformation zwischen Energie, Gemeinschaft und Generationen [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.137241
In vielen ländlichen Regionen bleiben bestehende Gebäudestrukturen ungenutzt und werden infolgedes demografischen Wandels sowie der Abwanderung jüngerer Generationen in Städte zu-nehmend abgerissen. Dadurch gehen nicht nurhistorische Bauwerke und kulturelles Erbe verloren,sondern es werden auch wertvolle Ressourcen zerstört und zusätzliche Emissionen freigesetzt, ein signifkanter Faktor im Kontext der aktuellen Klimakrise.Wie können wir mit begrenzten finanziellen Mitteln Lösungen entwickeln, die einerseits die Qualitätendes städtischen Lebens, wie räumliche Flexibilität, so-ziale Vernetzung oder zeitgemäße Nutzungsmöglichkeiten, adaptieren und andererseits die spezifischen Potenziale des Landlebens, wie Nähe zur Natur, Selbstversorgung und gemeinschaftliches Handeln, integrieren?In meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, wie weitwir den Komfort in der Architektur, der gegenwärtig viele bauliche Normen prägt, neu denken können. Ich setze ihn in Relation zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Argumenten und entwickle Beispiele,wie Textil in vernakulären architektonischen Praktiken mit zeitgenössischer Technologie kombiniert werden können, um hybride Lösungen zwischen Tradition und Innovation hervorzubringen. Beim Umbau des Hofes meiner Familie soll der Abriss bestehender Bauten soweit wie möglich vermieden und stattdessen durch minimale, aber wirkungsvolle Eingriffe eine nachhaltige Umnutzung ermöglicht werden.Das Projekt versteht sich daher nicht allein als architektonische Aufgabe, sondern als Beitrag zur Diskussion darüber, wie das Leben auf dem Land in Zeiten von Klimakrise, Ressourcenknappheit und gesellschaftlichem Wandel neu gedacht und gestaltet werden kann.
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In many rural regions, existing building structures remain unused and are increasingly being demolished as a result of demographic change and the migration of younger generations to cities. This not only results in the loss of historic buildings and cultural heritage, but also destroys valuable resources and releases additional emissions, a significant factor inthe context of the current climate crisis.How can we use limited financial resources to develop solutions that adapt the qualities of urban life, such as spatial flexibility, social networking and contemporary uses, while also integrating the specific potential of rural life, such as proximity to nature, self-sufficiency and community action?In my work, I explore the question of how far we canre think comfort in architecture on which many present building norms are based. I relate it to ecological,economic and social arguments and develop examples of how vernacular achitectural practices can be combined with contemporary technology to produce hybrid solutions between tradition and innovation. In the renovation of my family‘s farm, the demolition of existing buildings should be avoided as far as possible and instead, minimal but effective interventions should enable sustainable conversion.The project is therefore not only an architectural task, but also a contribution to the discussion on how life in the countryside can be rethought and redesigned in times of climate crisis, resource scarcity and social change.
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