Rupp, J. (2026). Straßenraumtransformation durch kommunale Investitionsprogramme : Institutionalisierung von Straßenumgestaltungen am Beispiel von Wien und Linz [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.138884
street redesign; institutionalization; municipal investment programs; climate change adaptation; planning processes; implementation processes; case study
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Abstract:
Aufgrund der voranschreitenden Klimakrise sind Städte zunehmend von Extremwetterereignissen betroffen, während ihre Straßenräume vielerorts weiterhin auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet, stark versiegelt und wenig begrünt sind. Diese Gestaltung verstärkt Hitzeinseln und Überflutungsrisiken. Zwar wurden in den letzten Jahren vermehrt klimaresiliente Straßenumgestaltungen umgesetzt, doch bleiben diese häufig auf Einzelprojekte beschränkt. Für eine flächendeckende Transformation wird daher eine stärkere Institutionalisierung solcher Maßnahmen in der kommunalen Planungspraxis gefordert. Kommunale Investitionsprogramme können ein Instrument darstellen, um diese Institutionalisierung voranzutreiben. Einige Städte haben begonnen, Programme zur Straßenumgestaltung aufzusetzen, jedoch sind diese noch kaum verbreitet. Diese Arbeit untersucht, wie kommunale Investitionsprogramme die Planung und Umsetzung von Straßenumgestaltungen verbessern und zu einer flächendeckenden Transformation des Straßenraums beitragen können. Im Rahmen einer Mixed-Methods-Fallstudienanalyse werden die Städte Wien und Linz untersucht, die über besonders ambitionierte Programme zur Straßenumgestaltung verfügen. Während das Wiener Programm „Lebenswerte Klimamusterstadt“ außergewöhnlich hohe, an Qualitätsanforderungen gekoppelte finanzielle Mittel zur Verfügung stellte, wurden mit der Linzer „Baumoffensive“ neue Zuständigkeiten und Planungsprozesse geschaffen. Untersucht werden die infolge der Programme entstandenen Veränderungen in den Planungsprozessen und den umgesetzten Straßenumgestaltungsprojekten beider Städte. Die Ergebnisse zeigen, dass die Programme abhängig von Zielsetzung, Ausgestaltung und Kontext unterschiedliche Wirkungen entfalten. Sie tragen zu einer Zunahme und qualitativen Verbesserung der Straßenumgestaltungsprojekte bei, was sich durch verbesserte Finanzierung und optimierte Planungsprozesse infolge der Programme erklären lässt. Gleichzeitig beschleunigen die Programme bestehende Entwicklungen und wirken damit als zentrale Katalysatoren der Institutionalisierung. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zum Verständnis, wie kommunale Investitionsprogramme zur Skalierung und Institutionalisierung klimaresilienter Straßenumgestaltungen beitragen können.
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Due to the advancing climate crisis, cities are increasingly affected by extreme weather events, yet urban street spaces in many places remain oriented toward private motorized transport and are characterized by extensive surface sealing and limited vegetation. This spatial configuration intensifies urban heat islands and flood risks. Although climate-resilient street redesigns have been implemented more frequently in recent years, they often remain limited to isolated projects. Achieving large-scale transformation therefore requires stronger institutionalization of such measures within municipal planning practice. Municipal investment programs can serve as an instrument to advance this institutionalization. Several cities have begun to establish street redesign programs, yet these remain relatively uncommon. This thesis examines how municipal investment programs can improve the planning and implementation of street redesign projects and contribute to the large-scale transformation of urban street space. Using a mixed-methods case study analysis, this study examines the cities of Vienna and Linz, both of which have implemented particularly ambitious street redesign programs. While Vienna’s Lebenswerte Klimamusterstadt (Livable Climate Model City) program provided exceptionally high levels of earmarked funding tied to quality requirements, Linz’s Baumoffensive (Tree Initiative) established new institutional responsibilities and planning processes. The study examines the changes in the planning process and in the implemented street redesign projects in both cities resulting from the programs. The findings show that programs have varying effects depending on their objectives, design, and context. They contribute to an increase in both number and quality of street redesign projects, which can be explained by improved funding and more efficient planning processes. At the same time, the programs accelerate existing developments and thus function as key catalysts of institutionalization. The findings contribute to a better understanding of how municipal investment programs can support the scaling and institutionalization of climate-resilient street redesign.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers