Gruber, C. (2026). Fassadenbegrünung im Zuge der Sanierung [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.124841
E207 - Institut für Werkstofftechnologie, Bauphysik und Bauökologie
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
174
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Keywords:
Begrünung; Sanierung; Re-Use
de
Begrünung; Sanierung; Re-Use
en
Abstract:
Der Klimawandel, voranschreitende Urbanisierung, Energiekrisen und Knappheiten bei Ressourcen sind Problemstellung, der Gegenwart und der Zukunft. Vorausschauende Lösungsansätze und Strategien sind nötig, um ein nachhaltiges Wachstum, und klimatisch erträgliche Bedingungen in den Städten der Zukunft zu schaffen. Sowohl die Fassadenbegrünung als auch die Sanierung des Gebäudebestandes können dabei einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme leisten.Einleitend wird ein Überblick geschaffen, wie eine Fassadenbegrünung in den Bestand integriert werden kann, welche Möglichkeiten es dafür gibt und wie von dieser im Zuge der Sanierung langfristig profitiert werden kann. Ziel ist es ein Bewusstsein zu schaffen, wie diese einen nachhaltigen Beitrag leisten kann und warum der Gebäudebestand zukunftstauglich gestaltet und langfristig erhalten werden sollte. Untersucht wird dabei ein repräsentatives Wohngebäude in Wien aus den 1960er Jahren in Anknüpfung an ein Forschungsprojekt. Nach einer Bestandsanalyse werden vier Sanierungsvarianten zu den Fenstern und fünf Varianten zur Sanierung der Wände ausgearbeitet und verglichen. In die Bewertung fließen allgemeine, bauphysikalische, ökonomische und ökologische Aspekte ein. Die Bewertung erfolgte anhand Berechnungen zum U-Wert, Heizwärmebedarf und zur sommerlichen Überwärmung, Aufstellung der Kosten und Durchführung einer Ökobilanzierung. Die Betrachtungen der Varianten erfolgte getrennt und mit Bezug auf eine Standardwohnung, um die Auswirkungen der Maßnahmen besser bewerten zu können. Für die Fassadenbegrünung wurden verschiedene Fassadenbereiche ermittelt, hinsichtlich geeigneter Begrünungssysteme untersucht und eine Lichtanalyse durchgeführt.Die Ergebnisse zeigen, dass der Heizwärmebedarf durch Fenstersanierungen um 23% bis 32% und durch Dämmmaßnahmen an den Wänden um 32% bis 44% gegenüber dem Bestand gesenkt werden kann. Bei der Ökobilanzierung ergeben sich über einen Zeitraum von 50 Jahren Einsparungen beim GWP-total, PERNT und AP von 10% bis 16% bei den Fenster-, bzw. von 5% bis 8% bei den Wandsanierungsvarianten. Als Gesamtsanierung wird der Austausch der Bestandsverglasung durch Vakuumverglasung bei Erhaltung der bestehenden Rahmen sowie die Ergänzung einer Innendämmung aus Mineralschaumplatten ermittelt. Auch ein Fassadenbegrünungskonzept aus Kletterpflanzen und troggebundener Begrünung wird erstellt. Dadurch resultiert ein Gesamtkonzept aus Fassadenbegrünung und Sanierung. Der Heizwärmebedarf je Wohnung kann dadurch von 102,52 kWh/m2a auf 32,17 kWh/m2a gesenkt werden. Die Auswirkungen gemäß der Ökobilanz können über 50 Jahre um 27% bis 33% reduziert werden. Auch der Nachweis der sommerlichen Überwärmung kann eingehalten werden. Aufgrund fehlender Richtlinien kann die Fassadenbegrünung derzeit nur in der Kostenbetrachtung berücksichtigt werden.
de
Climate change, advancing urbanization, energy crises, and resource shortages are challenges facing both the present and the future. Forward-looking solutions and strategies are needed to foster sustainable growth and create climate-friendly conditions in the cities of the future. Both green facades and the renovation of existing buildings can make a significant contribution to solving these problems. The introduction provides an overview of how green facades can be integrated into existing buildings, what options are available, and how this can yield long-term benefits during the renovation process. The goal is to raise awareness of how this can make a sustainable contribution and why the building stock should be designed to be future-proof and preserved for the long term. A representative residential building in Vienna from the 1960s is examined in connection with a research project. Following an analysis of the existing structure, four renovation options for the windows and five options for renovating the walls are developed and compared. The evaluation incorporates general, building physics, economic, and ecological aspects. The evaluation was based on calculations of the U-value, heating demand, and summer overheating, a cost breakdown, and the performance of a life cycle assessment. The options were analyzed separately and in relation to a standard apartment to better assess the impact of the measures. For the greening of the facade, various facade areas were identified, examined for suitable greening systems, and a light analysis was conducted. The results show that heating requirements can be reduced by 23% to 32% through window renovations and by 32% to 44% through wall insulation measures compared to the existing building. The life cycle assessment shows savings of 10% to 16% for the window renovation options and 5% to 8% for the wall renovation options over a 50-year period. The comprehensive renovation involves replacing the existing glazing with vacuum glazing while retaining the existing frames, as well as adding interior insulation made of mineral foam panels. A green facade concept featuring climbing plants and trough-bound greenery is also developed. This results in a comprehensive concept combining green facades and renovation. The heating energy demand per apartment can thus be reduced from 102.52 kWh/m2a to 32.17 kWh/m2a. According to the life cycle assessment, the environmental impact can be reduced by 27% to 33% over 50 years. Compliance with summer overheating requirements can also be met. Due to a lack of guidelines, the green facade can currently only be considered in the cost analysis.
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