Ercifci, Z. (2026). Nachhaltige Gestaltung der Mobilität mit ÖPNV im frühen Erwachsenenalter in Wien durch Smart-Mobility [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.141247
Sustainable mobility; Public transport; Smart mobility; Vienna; Early adulthood; Travel behavior; Transport planning; Digitalization
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Abstract:
Kurzfassung: Die vorliegende Masterarbeit untersucht die nachhaltige Gestaltung der Mobilität im urbanen Raum am Beispiel Wiens mit besonderem Fokus auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren. Ausgangspunkt der Arbeit ist die zunehmende Relevanz des Verkehrssektors im Kontext der Klimakrise, da dieser einen erheblichen Anteil an den Treibhausgasemissionen verursacht und bislang nur geringe Emissionsreduktionen erzielt wurden.Ziel der Arbeit ist es, Barrieren und Potenziale für die Nutzung des ÖPNV in dieser Altersgruppe zu identifizieren und darauf aufbauend die Möglichkeiten digitaler Smart-Mobility-Lösungen zur Förderung nachhaltiger Mobilität zu analysieren. Im Zentrum steht dabei die Fragestellung, wie eine innovative Mobilitäts-App dazu beitragen kann, den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr hin zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln zu unterstützen.Methodisch basiert die Arbeit auf einer Kombination aus Literatur- und Dokumentenanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form einer Online-Befragung mit offenen Fragen von 50 Personen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren. Die Auswertung erfolgte unter Anwendung der qualitativen Methode, insbesondere der Inhaltsanalyse nach Mayring.Die Ergebnisse zeigen, dass trotz eines gut ausgebauten ÖPNV-Angebots in Wien insbesondere Faktoren wie Bequemlichkeit, Zeitersparnis, Flexibilität sowie subjektive Wahrnehmungen eine zentrale Rolle bei der Verkehrsmittelwahl spielen. Neben rationalen Aspekten beeinflussen auch sozio-emotionale Faktoren wie Gewohnheiten, Komfortempfinden und Statusvorstellungen die Nutzung des Autos. Gleichzeitig besteht eine grundsätzlich hohe Offenheit gegenüber digitalen Mobilitätslösungen.Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde eine Smart-Mobility-App konzipiert, die durch Funktionen wie intermodale Routenplanung, Echtzeitinformationen, CO2-Tracking sowie Gamification-Elemente Anreize für eine verstärkte Nutzung des ÖPNV schafft. Die Arbeit zeigt, dass solche digitalen Anwendungen das Potenzial besitzen, Mobilitätsverhalten langfristig positiv zu beeinflussen, sofern sie nutzerorientiert gestaltet sind und bestehende Barrieren gezielt adressieren.Abschließend werden Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis formuliert, die sowohl infrastrukturelle als auch digitale Maßnahmen umfassen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine erfolgreiche Verkehrswende nicht allein durch den Ausbau des Angebots erreicht werden kann, sondern eine ganzheitliche Betrachtung von Nutzerbedürfnissen, technologischen Innovationen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordert.
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Abstract: This master’s thesis examines sustainable urban mobility using the example of Vienna, with a focus on the use of public transport by young adults aged 25 to 34. The study is based on the growing importance of the transport sector in the context of the climate crisis, as it produces a large share of greenhouse gas emissions and has so far achieved only small reductions.The aim of this thesis is to identify barriers and opportunities for using public transport within this age group and to analyze how digital smart mobility solutions can help promote more sustainable travel behavior. The main research question is how an innovative mobility app can support the shift from private car use to more environmentally friendly transport modes.The methodology combines literature and document analysis with an empirical study in the form of a online survey of 50 participants aged between 25 and 34. The data were analyzed using qualitative methods, especially content analysis according to Mayring.The results show that, despite Vienna’s well-developed public transport system, factors such as convenience, time savings, flexibility, and personal perceptions strongly influence transport choices. In addition to practical reasons, emotional and social factors such as habits, comfort, and status also play a role in car use. At the same time, there is a generally high openness toward digital mobility solutions.Based on these findings, a smart mobility app was developed. It includes features such as intermodal route planning, real-time information, CO2 tracking, and gamification elements to encourage greater use of public transport. The study shows that such digital solutions can positively influence mobility behavior in the long term if they are user-friendly and address existing barriers.Finally, recommendations for policy and practice are presented, including both infrastructure and digital measures. The results make clear that a successful shift toward sustainable mobility requires not only better transport services but also a broader understanding of user needs, technology, and social conditions.
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