Schindegger, K. (2026). The vectorial kernel method and applications [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.137482
Die Aufzählung von Gitterpfaden ist ein klassisches Gebiet der Kombinatorik mit engen Verbindungen zur Wahrscheinlichkeitstheorie und zur Informatik.Objekte wie Dyck-Pfade, Mäander und Exkursionen modellieren zufällige Irrfahrten mit Nichtnegativitätsbedingungen und treten in der Analyse von Algorithmen und der Warteschlangentheorie auf Eine zentrale Frage in diesem Bereich ist, wie viele Gitterpfade einer gegebenen Länge ein vorgeschriebenes lokales Muster aus aufeinanderfolgenden Schritten vermeiden oder wie oft ein solches Muster in einem typischen Pfad vorkommt. Diese Arbeit behandelt die vectorial kernel method, ein leistungsfähiges algebraisches Werkzeug zur systematischen Lösung solcher Aufzählungsprobleme, das von Asinowski, Bacher,Banderier und Gittenberger entwickelt wurde.Die Methode kodiert die Struktur erlaubter Pfade mithilfe eines endlichen Automaten, dessen Zustände den Fortschritt bei der Erkennung des verbotenen Musters verfolgen.Das resultierende Gleichungssystem wird durch die Übergangsmatrix des Automaten und geeignete algebraische Techniken simultan gelöst,was explizite erzeugende Funktionen für alle klassischen Pfadfamilien liefert. Die vorliegende Arbeit gibt eine vollständige und detaillierte Darstellung dieser Methode, einschließlich aller Beweise, die im Originalartikel nur skizziert werden.Darüber hinaus wird die Methode auf konkrete Beispiele angewendet,darunter eine eingehende Untersuchung der Folge A094507, welche Dyck-Pfade nach der Anzahl der Vorkommen eines bestimmten Musters klassifiziert.Für diese Folge wird eine neue bivariate erzeugende Funktion hergeleitet, aus der sich mehrere bekannte Zahlenfolgen als Spezialfälle ergeben. Die Ergebnisse sind relevant, weil die vectorial kernel methodeinen einheitlichen Rahmen für eine breite Klasse kombinatorischer Aufzählungsprobleme bereitstellt und gleichzeitig präzise asymptotische Aussagen über das Wachstumsverhalten der gezählten Objekte ermöglicht.
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The enumeration of lattice paths is a classical area of combinatorics with close connections to probability theory and computer science. Objects such as Dyck paths, meanders, and excursions model random walks subject to non-negativity constraints and arise naturally in the analysis of algorithms and queueing theory. A central question in this field is how many lattice paths of a given length avoid a prescribed local pattern of consecutive steps, or how often such a pattern occurs in a typical path.This thesis studies the vectorial kernel method, a powerful algebraic tool for the systematic solution of such enumeration problems, developed by Asinowski, Bacher, Banderier, and Gittenberger. The method encodes the structure of admissible paths using a finite automaton whose states track progress in recognising the forbidden pattern. The resulting system of functional equations is solved simultaneously via the transition matrix of the automaton and suitable algebraic techniques, yielding explicit generating functions for all classical path families.The present work provides a complete and detailed exposition of the method, including all proofs that are only sketched in the original paper. Beyond this, the method is applied to concrete examples, among them a thorough investigation of the sequence A094507, which classifies Dyck paths by the number of occurrences of a given pattern. For this sequence a new bivariate generating function is derived, from which several well-known integer sequences emerge as special cases.The results are significant because the vectorial kernel method provides a unified framework for a broad class of combinatorial enumeration problems while simultaneously enabling precise asymptotic statements about the growth behaviour of the objects being counted.
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