Borjanovic, S. (2026). IDAS – International Drifting Antarctic Station [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.114085
Antarktische Forschungsstation; ICE-Umgebung; isoliert; eingeschlossen; extrem; modulare Architektur; mobile Architektur; internationale Zusammenarbeit
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Antarctic research station; ICE environment; Isolated; Confined; Extreme); modular architecture; mobile architecture; climate change; international collaboration
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Abstract:
Angesichts der rapiden Klimaveränderungen und geopolitischer Spannungen gewinnt die Bedeutung einer erdgebundenen Forschungsstation, die der Internationalen Raumstation (ISS) ähnelt, zunehmend an Relevanz. Eine solche Station dient nicht nur rein wissenschaftlichen Zwecken und nationalen Repräsentationen hinaus, sondern wird zu einem Symbol von internationaler Zusammenarbeit und Austausch. Die Antarktis ist das einzige Territorium, das ausschließlich der Forschung gewidmet ist, da sie keinen territorialen Ansprüchen unterliegt und stärker geschützt ist als jeder andere Ort der Erde. Insbesondere das Rossmeer-Meeresschutzgebiet (Marine Protected Area, MPA), derzeit das größte MPA weltweit und eines der letzten unberührten marinen Wildnisgebiete, stellt einen geeigneten Standort für die International Drifting Antarctic Station (IDAS) dar. Diese würde eine Plattform bieten, um das Verständnis polarer Klimasysteme zu vertiefen und zugleich als ICE-Umgebung (isoliert, eingeschlossen, extrem) zur Vorbereitung von Forschenden auf zukünftige Raumfahrtmissionen dienen. Zugleich verfolgt sie einen sensiblen und nachhaltigen Ansatz für das Forschen und das Leben in der Antarktis. Die IDAS ist als modulares Habitat konzipiert, das sowohl für Forschung an Land als auch im Ozean eingesetzt werden kann. Es driftet mit den Meeresströmungen und zielt darauf ab, sich den natürlichen Gegebenheiten anzupassen und seinen ökologischen Einfluss zu minimieren. Durch die Verbindung von drei bedeutenden Forschungsstandorten – dem Vulkan Mount Erebus, dem Rossmeer-MPA und den McMurdo Dry Valleys – fungiert die IDAS als ICE-Habitat, das nachhaltiges Arbeiten und Leben im Einklang mit der Umwelt ermöglicht. Die Konzeption basiert sowohl auf Erkenntnissen aus meinem dreiwöchigen Aufenthalt im analogen Habitat LunAres in Polen (ICAres-2 M2 Mission), als auch auf weiterführender Forschung zu analogen Raumfahrtmissionen. Daraus werden zentrale Anforderungen für einen komfortablen, produktiven, sicheren und inklusiven Aufenthalt in extremen Umgebungen abgeleitet und in das spezifische Design integriert. Die vorliegende Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Antarktis, ihren geografischen und klimatischen Kontext, sowie ihre Rolle im globalen Klimasystem vor allem in Hinblick auf die Zukunft des Planeten. Darüber hinaus analysiert sie die architektonische Entwicklung antarktischer Forschungsstationen und deren Beziehung zu Weltraumarchitektur und analogen Simulationshabitaten. Abschließend werden architektonische Lösungsansätze für eine internationale Forschungsstation vorgestellt, welche die Zusammenarbeit zwischen Nationen stärkt, um gemeinsamen klimatischen und geopolitischen Herausforderungen zu begegnen. Die International Drifting Antarctic Station wird dabei nicht nur als Forschungsinfrastruktur verstanden, sondern als Symbol der Hoffnung – als Aufruf an die Menschheit, in Zeiten von Zerstörung, Kriegen und Konflikten gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und all dem gemeinsam entgegenzustehen.
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Today, in the midst of rapid climate shifts and geopolitical tensions, the importance of having a research station on Earth that is similar to the ISS is even more crucial. Such a station goes beyond having a scientific purpose and national identity and becomes a symbol of unity and international exchange. Antarctica is the only territory that is designated for research, as it has no claim of space and is more protected than any other place on Earth. More specifically, the Ross Sea Marine Protected Area (MPA), the biggest MPA worldwide today safeguarding one the last unspoiled ocean wilderness areas, would be a desired location for the International Drifting Antarctic Station (IDAS). It would offer a platform for deepening our understanding of polar climates and at the same time serve as an ICE (isolated, confined, extreme) preparation environment for researchers set for space exploration, while promoting a sensitive and sustainable approach to researching and living in Antarctica. The IDAS is a modular habitat that can be used for researching on land as well as in ocean, drifting with its currents, with intention to conform to the nature and impact it minimally. Connecting three important research sites in that area, the Mt Erebus volcano, Ross Sea MPA and McMurdo Dry Valleys, IDAS represents an ICE habitat for researchers to work and live sustainably with nature. Drawing conclusions from the insights I gained during the 3-week long stay at the LunAres analog habitat in Poland (ICAres-2 M2 mission), as well as from the research I have conducted about the LunAres analog missions, IDAS incorporates various relevant aspects for a comfortable, productive, safe and inclusive stay at an ICE habitat. This thesis is laying out the history of Antarctica, geographic and climatic context, as well as its role in climate change and future of our planet. Furthermore, it discusses architectural evolution of Antarctica and how it relates to outer space and analog simulation habitats. Finally, the thesis proposes architectural solutions for an international research station, which would promote collaborative effort between nations to overcome the shared climate and geopolitical challenges. International Drifting Antarctic Station is imagined not only as a research hub, but a beacon of hope, a call to humanity to stand together in times when destruction, wars and conflicts cast shadows.
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