Bauer, A. (2026). Cultural synthesis : Japanese and Austrian architecture in dialog [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.130121
Japan; vernacular; building culture; exchange; construction; typology; wood construction; clay
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Abstract:
Diese Arbeit untersucht die Beziehung zwischen österreichischer und japanischer Architektur anhand des Konzepts der kulturellen Synthese. Vor dem Hintergrund von Globalisierung, industrialisiertem Bauen und dem schrittweisen Verlust regionaler Baukultur beschäftigt sich die Arbeit mit der Frage, wie Architektur wieder stärker an Materialehrlichkeit, Handwerk und lokale Identität anknüpfen kann, ohne dabei in nostalgischen Historismus zu verfallen. Der theoretische Teil analysiert die historische und kulturelle Entwicklung der japanischen und österreichischen Architektur mit besonderem Fokus auf vernakuläre Bautraditionen, Konstruktionstechniken und den sozialen Aspekt des Bauens. Dabei werden unterschiedliche Auffassungen von Materialität, Dauerhaftigkeit und Landschaft untersucht. Während österreichische Architektur traditionell stärker durch Masse, Erdverbundenheit und Beständigkeit geprägt ist, entwickelt sich japanische Architektur häufig durch Leichtigkeit, Flexibilität und zyklische Erneuerung. Durch den Vergleich zeigt die Arbeit, dass kulturelle Unterschiede nicht als Gegensätze,sondern als Potenzial für Reflexion und gegenseitiges Lernen verstanden werden können.Die praktische Entwurfsarbeit übersetzt diese Erkenntnisse in einen architektonischen Vorschlag: eine zentrale Sammel-, Lager- und Aufbereitungsstelle für wiederverwendbare Baumaterialien aus leerstehenden oder abgebrochenen Gebäuden im ländlichen Raum Österreichs. Inspiriert von der Wiederaufbau-Tradition des Ise Jingū sowie österreichischen und japanischen Speicherbauten entwickelt der Entwurf ein alternatives Verständnis von Baukultur, das auf Wiederverwendung, Reparatur und Kontinuität basiert. Die Arbeit versteht kulturelle Synthese letztlich nicht als stilistische Vermischung, sondern als kritischen Dialog zwischen unterschiedlichen Bautraditionen. Durch die Auseinandersetzung mit einer fremden Kultur entsteht die Möglichkeit, die oft übersehenen Qualitäten der eigenen materiellen, sozialen und räumlichen Kultur neu zu erkennen.
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This thesis investigates the relationship between Austrian and Japanese architecture through the concept of cultural synthesis. Against the background of globalization, industrialized construction, and the gradual erosion of vernacular building culture,the work explores how architecture can reconnect with material authenticity, craftsmanship, and local identity without falling into nostalgic historicism.The theoretical part examines the historical and cultural development of Japanese and Austrian architecture, focusing on vernacular traditions,construction techniques, and the social dimension of building. Particular attention is given to the different understandings of materiality, permanence, and landscape in both cultures. While Austrian architecture traditionally emphasizes mass, grounding, and permanence, Japanese architecture often develops through lightness, flexibility, and cyclical renewal.Through comparison, the thesis argues that cultural differences should not be understood as oppositions,but as opportunities for reflection and mutual learning.The practical design study translates these findings into an architectural proposal: a central material collection,storage, and refinement facility for reusable building components recovered from abandoned or demolished structures in rural Austria. Inspired by the Japanese rebuilding tradition of Ise Jingū as well as Austrian and Japanese storage typologies,the project proposes an alternative understanding of construction culture based on reuse, repair, and continuity.The thesis ultimately argues that cultural synthesis is not a stylistic fusion, but a critical dialogue between different architectural traditions. By confronting another culture, architecture gains the potential to rediscover the overlooked qualities of its own material,social, and spatial heritage.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers