Marinova, V. (2026). Mutationen in der Post-Krankenhaus-Zeit [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.142280
Krankenhaus; Liezen; Leitspital; Stahlbau; Medizinische Infrastruktur; Green Building
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Hospital; General Hospital; Liezen; Steel Construction; Medical Infrastructure; Green Building
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Abstract:
Mit einem geschätzten Gesamtwert von rund 280 Billionen US-Dollar im Jahr 2017 stellen Gebäude die größte globale Anlageklasse dar. Ihr Wert überstieg im selben Jahr das weltweite Bruttoinlandsprodukt um das Dreifache, übertrifft den gesamten Goldbestand um ein Dreißigfaches und liegt deutlich über dem Wert der globalen Ölreserven. Ende 2024 war der geschätzte Gesamtwert 393,3 Billionen US-Dollar. Den größten Anteil dieses Gesamtwertes macht der Wohnbau aus mit einem geschätzten Volumen von rund 286,9 Billionen US-Dollar, gefolgt von Gewerbeimmobilien mit etwa 58,5 Billionen US-Dollar. Der globale Markt für Gesundheitsimmobilien wurde im Jahr 2024 auf rund 1,4 Billionen US-Dollar geschätzt. Das bedeutet, 0,35% des geschätzten Wertes des globalen Gebauten ‚heilt‘ das, was die restlichen 99,65% krank machen. Diese Arbeit unterstellt die Überforderung der aktuellen Krankenhaus-Architektur. Es ist Post-Krankenhaus-Zeit. Die Definition von ‚gesund‘ hat sich längst vom bloßen Fehlen von Krankheit entfernt. Medizinisches Wissen verdoppelt sich so rasch, dass es die Krankenhäuser schon während der Planung in die Obsoleszenz schickt. In einer Welt ständig fließender Prozesse sind statisch konzipierte Krankenhäuser und ihr fixiertes Raumprogramm nicht mehr brauchbar. Der permanente Umbau ist dann die einzige Konstante. Sie werden zu Fabriken, Flughäfen, Shopping-Centern. Wenn das Krankenhaus nie fertig wird, sollte Architektur nicht weiterhin als abgeschlossene Form gedacht werden, sondern als offene, adaptive Infrastruktur? Mit dieser konzeptiven Überlegung befasst sich die vorliegende Diplomarbeit und sucht nach einer Alternative zu den gegenwärtigen technischen, sozialen, ästhetischen und architektonischen Ansätzen im Krankenhausbau.
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With an estimated total value of approximately US$280 trillion in 2017, buildings represent the largest global asset class. In that same year, their value exceeded global GDP by three times, surpassed the total gold reserves by thirty times, and was significantly higher than the value of global oil reserves. By the end of 2024, the estimated total value was US$393.3 trillion. Residential buildings accounted for the largest share of this total value, with an estimated volume of approximately US$286.9 trillion, followed by commercial real estate at approximately US$58.5 trillion. The global healthcare real estate market was estimated at approximately US$1.4 trillion in 2024. This means that 0.35% of the estimated value of the global built environment „cures“ what makes the remaining 99.65% sick.This work assumes the current hospital architecture is overstretched. It is the post-hospital era. The definition of ‚healthy‘ has long since moved beyond the mere absence of illness. Medical knowledge is doubling so rapidly that it is already rendering hospitals obsolete during the planning phase. In a world of constantly evolving processes, statically designed hospitals and their fixed spatial programs are no longer viable. Permanent reconstruction then becomes the only constant. They are transformed into factories, airports, shopping centers. If the hospital is never truly finished, should architecture no longer be conceived as a closed form, but rather as an open, adaptive infrastructure? This thesis addresses this conceptual question and seeks an alternative to current technical, social, aesthetic, and architectural approaches in hospital construction.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers