Schüddekopf, C. (2026). Constructa-Block in Hannover (1951-1953). Eine Siedlung des Wiederaufbaus als kulturelles Erbe [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.132143
eritage conservation; urban heritage; conservation management plan
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Abstract:
Der Constructa-Block entsteht im Rahmen der Bauausstellung Constructa 1951 als Modellsiedlung des hannoverschen Wiederaufbaus. In den 1920er Jahren werden städtebauliche Konzepte entwickelt, die kontinuierlich weiterentwickelt und in der Nachkriegszeit im Rahmen des Wiederaufbaus angewandt werden. Übergeordnete Leitmotive prägen sowohl den Wiederaufbau im Allgemeinen als auch die Bauausstellung und nicht zuletzt die Siedlung selbst. Eine detaillierte Untersuchung der planerischen Urheberschaft des Constructa-Blocks, deren zeitlicher Abläufe sowie der Zusammenhänge zwischen Siedlung und Bauausstellung ist bis heute ausständig. Ziel dieser Arbeit ist es, die strukturellen Zusammenhänge des Constructa-Blocks sowie dessen Einflüsse und Auswirkungen darzustellen und den heutigen Erhaltungszustand zu dokumentieren. Darauf aufbauend wird dessen denkmalpflegerische Bedeutung untersucht und Leitgedanken entwickelt, die den zukünftigen denkmalgerechten Umgang der Siedlung unterstützen sollen. Die vorliegende Untersuchung stützt sich methodisch auf eine Kombination aus Literaturanalyse, Quellenforschung sowie Bestandsdokumentationen vor Ort. Der Constructa-Block befindet sich in der Südstadt, einem innerstädtischen Wohnviertel Hannovers. Die Siedlung verfügt über vielfältige Bautypen – ein achtgeschossiges Laubenganghaus, fünfgeschossige Wohnzeilen, zweigeschossige Reihenhauszeilen sowie eingeschossige Ladenbauten und Nebengebäude – die in einer offenen und aufgelockerten Struktur innerhalb von Grünverbindungen angeordnet sind. Während sich die städtebauliche Konzeption stark von der umliegenden Blockrandbebauung absetzt, werden die Bauten selbst sehr zurückhaltend und unaufgeregt ausformuliert. Aufgrund laufender Sanierungsarbeiten, wie partieller Oberflächenerneuerungen und dem vollständigen Austausch der Fenster, ist in Bezug auf die Gebäude ein geminderter Substanzwert zu konstatieren. Die städtebauliche Struktur des Constructa-Blocks ist jedoch strukturell wie substanziell erhalten. Gleichzeitig weist der Constructa-Block einen besonderen Zeugniswert in der Entwicklung des hannoverschen Wiederaufbaus auf, und verfügt damit über eine geschichtliche wie städtebauliche Bedeutung.
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The Constructa-Block was built as part of the building exhibition Constructa during the reconstruction of Hanover in 1951. In the 1920s urban development concepts were developed which were continuously refined and applied in the post-war period as part of the reconstruction effort. Overarching themes influenced both the reconstruction in general, but also the building exhibition, as well as the housing estate itself. A detailed investigation of the planning authorship of the Constructa-Block, its chronological sequence and the connections between the housing estate and the building exhibition has not yet been pursued before. The aim of this work is to present the structural connections of the Constructa-Block as well as its influences and effects while also documenting its current state of preservation. Based on this, its significance in terms of monument preservation will be examined and guiding principles will be developed to support the future preservation of the estate in accordance with monument preservation guidelines. The present study is based on a combination of literature analysis, source research and on-site documentation of the existing buildings. The Constructa-Block is located in Südstadt, an inner-city residential district of Hanover. The development comprises a variety of building types – an eight-storey pergola building, five-storey row houses, two-storey terraced houses, single-storey shop buildings and ancillary buildings – arranged in an open and relaxed structure within green corridors. While the urban design concept sharply contrasts with the surrounding perimeter block development, the buildings themselves are highly restrained and unobtrusive in their design. The urban structure of the Constructa-Block has also been substantially preserved in large parts. Due to ongoing renovation work, such as partial surface renewal and the complete replacement of windows, a reduced substance value can be observed. At the same time, the Constructa-Block holds a special witness to the development of Hanover's reconstruction and is, therefore, of historical and urban planning significance.
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