Schölkopf, E. (2026). Strategien zur Weiterentwicklung Tiroler Heustadel: Social Media als Ansatz zur Steigerung der medialen Sichtbarkeit [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.134663
Historic wooden barn; Sustainable conversion; Alpine building culture
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Abstract:
Heustadel im Tiroler Alpenraum verlieren zunehmend ihre ursprüngliche Funktion. Ausgelöst durch die Industrialisierung der Landwirtschaft, den Rückgang der agrarischen Nutzung alpiner Räume und veränderte Methoden der Heulagerung stehen viele dieser Bauten heute leer. Gleichzeitig bleiben Heustadel prägende Elemente der alpinen Baukultur, deren zukünftige Entwicklung neu zu überdenken ist. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Diplomarbeit Strategien zur zeitgemäßen Weiterentwicklung traditioneller Heustadel in Tirol. Methodisch basiert die Arbeit auf einer Kombination aus qualitativer Feldforschung in zwei Tiroler Regionen, explorativen Befragungen der lokalen Bevölkerung, Expert*inneninterviews sowie einer Literatur- und Dokumentenanalyse. Auf dieser Grundlage wurden vier Strategien identifiziert. Eine künstlerische Strategie, die durch Installationen Aufmerksamkeit erzeugt; eine informelle Strategie, die alltägliche Aneignungsformen beschreibt; eine politische Strategie, die den baulichen Erhalt über rechtliche Rahmenbedingungen und Förderinstrumente sichert; sowie eine mediale Strategie, die auf digitale Sichtbarkeit abzielt. Letztere wird im Rahmen eines Pilotprojekts vertieft untersucht, bei dem eine Instagram-Initiative zur Analyse medialer Sichtbarkeit entwickelt und ausgewertet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Strategien relevante Potenziale für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Heustadel aufweisen, jedoch jeweils mit Herausforderungen verbunden sind. Die Instagram-Initiative verdeutlicht zudem, dass mediale Sichtbarkeit zwar erzeugt werden kann, eine nachhaltige Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung jedoch aufgrund der digitalen Distanz kaum nachvollziehbar bleibt.
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Hay barns in the Tyrolean Alps are increasingly losing their original function. Triggered by the industrialisation of agriculture, the decline of agricultural land use in alpine regions, and changing methods of hay storage, many of these buildings are now left unused. At the same time, hay barns remain defining elements of alpine architectural culture, whose future development requires reconsideration. Against this background, the present thesis examines strategies for the contemporary development of traditional hay barns in Tyrol. Methodologically, the study is based on a combination of qualitative field research in two Tyrolean regions, exploratory interviews with the local population, expert interviews, as well as literature and document analysis. On this basis, four strategies were identified: an artistic strategy that generates attention through installations; an informal strategy describing everyday forms of appropriation; a political strategy that ensures structural preservation through legal frameworks and funding instruments; and a media strategy focusing on digital visibility. The latter is examined in greater depth within a pilot project, in which an Instagram initiative was developed and analysed to study forms of media visibility. The findings show that all strategies offer relevant potential for the preservation and further development of hay barns, but are each associated with specific challenges. The Instagram initiative also demonstrates that while media visibility can be generated, a lasting change in societal perception remains difficult to verify due to the digital distance.
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