Ebner, P. J. C. (2026). Das nächste Kapitel - ein Plan für eine Mitnutzung des Franziskanerklosters Güssing [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.112481
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
305
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Keywords:
Denkmalpflege; Nachnutzungskonzept
de
heritage conservation; monastery; conservation management plan
en
Abstract:
Die europäischen Klöster waren seit Jahrhunderten schon weit mehr als nur Orte des Glaubens. Sie fungierten als multifunktionale Zentren für Bildung, Medizin und Kultur. Heute sieht die Realität jedoch anders aus. Klöster verschwinden zunehmend aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit. Das Hauptproblem ist dabei die sinkende Anzahl an Ordensleuten und der damit einhergehendeLeerstand, der nicht nur einen kulturellen Verlust, sondern auch eine enorme wirtschaftliche Last für die verbleibenden Gemeinschaften darstellt.Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich dieser Problematik am konkreten Beispiel des Franziskanerklosters in Güssing. Dabei steht nicht die klassische Nachnutzung im Vordergrund, bei der die ursprüngliche Identität meist verloren geht, sondern es wird das Konzept der Mitnutzung untersucht. Das Ziel ist es, das klösterliche Leben zu bewahren und es gleichzeitig durch eine neue, kom-patible Funktion zu stützen. Die Basis der Arbeit bilden eine grundlegende Analyse der Baugeschichte und eine Bestandsaufnahme inklusive eines Raumbuches, aus denen einschlüssiges denkmalpflegerisches Gesamtkonzept abgeleitet wird.Im Rahmen eines Mitnutzungskonzept als Museum sollen die kunsthistorisch wertvolle Klosterbibliothek und die Familiengruft der Batthyány für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Entwurf zeigt, wie sich diese Bereiche durch ein Erschließungskonzept öffnen lassen, ohne die notwendige Ruhe derKlausur zu stören. Durch die architektonische Trennung von privatem Klosterleben und öffentlichem Raum wird eine Mitnutzung ermöglicht und es entstehen Synergien, die das Gebäude wirtschaftlich entlasten.So kann das Kloster wieder zu dem werden, was es einmal war, ein lebendiger Ort, an dem Religion, Wissenschaft und Kultur zusammenfinden. Die Arbeit versteht sich somit als praxisorientierter Impuls für die aktuelle Debatte um denErhalt unseres sakralen Erbes.
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European monasteries have, for centuries, represented far more than mere places of worship. They functioned as multifunctional hubs for education, medicine, and culture. Today, however, that reality has shifted. These institutions are increasingly fading into the background of modern society. The core of the problem is quite practical: as the number of monastics dwindles, vast historical buildings are left standing empty. This vacancy isn‘t just a loss of cultural heritage, it’s also a massive economic burden for the remaining communities.This thesis explores a potential solution through a case study of the Franciscan Monastery in Güssing. Rather than looking at „adaptive reuse“, which often means stripping a building of its original identity, this work focuses on the concept of shared use. The goal is to keep the monastic function alive while supplementing it with a new, compatible function.The basis of this work is formed by a thorough analysis of the architectural history and a detailed inventory including a room catalogue (Raumbuch), from which a coherent overall conservation concept is developed. A primary focus is placed on the integration of the art-historically significant library and the family crypt of the Batthyány into a museum use of the monastery. The design demonstrates how these areas can be opened to the public while maintaining a clear, logical separation from the private cloister. Through the architectural separation of private monastic life and public space, a shared use is made possible, creating synergies that relieve the building economically. In this way, the monastery can once again become what it once was, a living place, where religion, science and culture come together. The work sees itself as a practice-oriented impulse for the current debate regarding the preservation of our sacred heritage.
en
Additional information:
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers