Ruppitsch, E. L. P. (2026). Im Nachhall der Bewegung - Die Choreografie eines Theaterraums [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.131762
Bewegung und Raum stehen in einem faszinierenden Wechselspiel. Dies wurde durch die Raumharmonielehre des Tanztheoretikers Rudolf von Laban verdeutlicht. Es wird untersucht, wie (tänzerische) Bewegung den Raum nicht nur physisch einnimmt, sondern aktiv mitgestaltet. Die historische Beleuchtung von Tanz und Theater, sowie der Geschichte und Entwicklung der Wiener Staatsoper bilden den Anfang. Das Theater zeigt sich dabei als unendlicher Ort der Bewegung und Begegnung. Sei es durch die Künstler:innen und Besucher:innen, die das Haus beleben oder durch die Maschinerie des Theaters, die durch die Bewegung von Kulissen und Hubpodien den Raum verändert. Anhand des in dieser Arbeit präsentierten Theaterentwurfs im Lusterboden der Wiener Staatsoper, werden die Spuren der Bewegung verkörpert. Die Architektur trägt ihre Besucher:innen und inszeniert ihre Wege. Durch die Auseinandersetzung mit Bewegung wird der Raum nicht mehr als bloße Kulisse, sondern als lebendige Bühne für Interaktion und Bewegung erlebt. Diese Erkenntnis ermöglicht es, Räume zu gestalten, die über die reine Funktionalität hinausgehen und die Bewegungsmuster der Nutzer:innen auf einer tieferen Ebene leiten. Die Synthese von Tanz und Architektur führt zu einer durchdachten Raumgestaltung, die sowohl funktionale als auch emotionale Aspekte berücksichtigt und den Raum als Ort der Begegnung und des Erlebens begreifbar macht.
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Movement and space interact in a fascinating way. This was illustrated by the theory of spatial harmony developed by the dance theorist Rudolf von Laban. This work examines how (dance) movement not only physically occupies space, but also actively shapes it. It begins with a historical analysis of dance and theatre, as well as the history and development of the Vienna State Opera. The theatre reveals itself as an infinite space of movement and encounter. Whether through the artists and visitors who bring the building to life, or through the theatre’s machinery, which transforms the space through the movement of sets and lifting platforms. The traces of movement are embodied in the presented proposal for a theatre in the Lusterboden of the Vienna State Opera. The architecture embraces its visitors and guides their paths.By engaging with movement, the space is no longer experienced as a mere backdrop, but as a living stage supporting interaction and movement. This insight makes it possible to design spaces that go beyond pure functionality and guide the movement patterns of users on a deeper level. The synthesis of dance and architecture generates a considered interior design that takes both functional and emotional aspects into account, resulting in a space where encounters and experiences are intuitively perceived.
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