Wahba, F. (2026). „MiniHelden“ – Ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Wien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.131971
Die WHO definiert psychische Gesundheit als Zustand des Wohlbefindens, der auch Kinder und Jugendliche umfasst.Weltweit leiden etwa 8 % der Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren und 14 % der Jugendlichen an psychischen Störungen, die oft bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.1 In Österreich, wo etwa 1,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren leben und somit 20 % der Gesamtbevölkerung ausmachen, zeigen Studien alarmierende Trends. Laut der MHAT-Studie (2020) ist jede*r vierte Jugendliche betroffen, bei hoher Dunkelziffer. Gleichzeitig gibt es in Wien massive Versorgungslücken: Zwischen 2015 und 2018 mussten 542 Kinder und Jugendliche mangels Behandlungsplätzen in Erwachsenenpsychiatrien untergebracht werden.2 Nur etwa die Hälfte der betroffenen Kinder und Jugendlichen erhält eine angemessene Behandlung, da Versorgungsengpässeund gesellschaftliche Stigmatisierung den Zugang zu Hilfsangeboten erschweren, insbesondere in Großstädten.3 Um diesem Defizit entgegenzuwirken, plant der Psychiatrische und Psychosomatische Versorgungsplan Wien 2030 den Ausbau von sechs neuen Ambulanzen, um die Versorgung zu verbessern und den stationären Bereich zu entlasten. Diese Maßnahmen sind essenziell, da frühzeitige Interventionen langfristige Folgen psychischer Erkrankungen abmildern können. 4 Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Faktor für ihre Entwicklung und Lebensqualität. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, bedarf es einer verbesserten Versorgungsstruktur, einer Reduktion der gesellschaftlichen Stigmatisierung sowie frühzeitiger und niederschwelliger Interventionen.
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Mental health challenges among children and adolescents are on the rise, yet access to ageappropriate therapeutic environments remains limited—particularly in major cities like Vienna.This thesis explores how architecture can become a proactive part of the healing process byasking: What specific spatial, emotional, and social needs must be addressed when designing arehabilitation center for young people, and how can such a facility help close critical gaps in mentalhealth care? The project centers on a conceptual design for a child- and youth-focusedrehabilitation center that moves beyond clinical norms. Rather than reproducing institutionalaesthetics, the proposed environment emphasizes warmth, safety, and autonomy. It integratesprinciples of healing architecture, patient-centered design, and developmental sensitivity tosupport not only therapeutic function but emotional recovery and social reintegration.Drawing on current research and international best practices, this thesis positions architecture asa co-therapist—one that can reduce stigma, foster resilience, and provide space for personalgrowth. Ultimately, the work argues that thoughtfully designed environments are not merelysupportive frameworks but vital components in building a more accessible, humane, and effectivemental health infrastructure for the next generation.
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