Vujasinovic, I. (2026). Agora zwischen Ost und West: Multifunktionales Museum für jugoslawische Kultur in Neu-Belgrad [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.128877
Das Thema dieser Diplom-/Masterarbeit ist der Entwurf eines multifunktionalen Museums für jugoslawische Kultur und Geschichte, das über das herkömmliche Verständnis eines Museums als bloßen Aufbewahrungs- und Ausstellungsraum hinausgeht. Neben Dauerausstellungen und Wechselausstellungen beherbergt das multifunktionale Museum auch einen Bereich, den Südflügel des Gebäudes, der für Studierende konzipiert ist. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Studierenden der nahegelegenen Fakultät für Dramatische Künste, die sich auf dem geplanten Museumsgelände befindet, sondern alle Studierenden der Stadt. Diese metaphorische Agora zwischen zwei Welten und Räumen fördert somit einen interdisziplinären Dialog zwischen Kunst, Bildung und dem zeitgenössischen urbanen Leben. Das Museum, das sich über die Autobahn erstreckt, die zwei Stadtblöcke von Neu-Belgrad physisch verbindet, symbolisiert die Verbindung zwischen den verschiedenen Stadtteilen und den dort lebenden Generationen. Historisch gesehen war Belgrad stets ein Epizentrum der Strömungen und Einflüsse des Ostens und Westens, eren Einflüsse sowie die Folgen ihres Handelns heute in verschiedenen Teilen der Stadt sichtbar sind. Heute kann die Stadt auf zwei markante Wahrzeichen stolz sein: den Geneks-Turm und die Rudo-Gebäude. Von vielen Teilen der Stadt aus sichtbar, markieren sie die westlichen und östlichen Stadttore Belgrads. Beide Tore stammen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und spiegeln den Geist des jugoslawischen Brutalismus wider. Die Agora versteht sich metaphorisch als Treffpunkt, als Bindeglied zwischen Ost und West sowie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Form des Gebäudes wurde von den Denkmälern des jugoslawischen Brutalismus inspiriert und knüpft so an das architektonische Erbe und die kollektive Identität des ehemaligen Jugoslawien an. Diese Agora ist nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch ein Ort des Austauschs gemeinsamer Kreativität, der das jugoslawische Erbe respektiert und den urbanen Geist des heutigen und zukünftigen Neu-Belgrad widerspiegelt.
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The subject of this Diploma-/Master’s thesis is the design of a multifunctional museum for Yugoslav culture and history that transcends the conventional understanding of a museum as a mere storage and exhibition space. In addition to permanent and temporary exhibitions, the multifunctional museum also houses an area—the building’s south wing—designed for students. The focus here is not only on students of the nearby Faculty of Dramatic Arts, located on the planned museum grounds, but on all students in the city. This metaphorical agora between two worlds and spaces thus fosters an interdisciplinary dialogue between art, education, and contemporary urban life. Spanning the highway that physically connects two city blocks of New Belgrade, the museum symbolizes the connection between the different districts and the generations who inhabit them. Historically, Belgrade has always been an epicenter of Eastern and Western influences, the effects of which, and the consequences of their actions, are visible in various parts of the city today. The city boasts two striking landmarks: the Geneks Tower and the Rudo Buildings. Visible from many parts of the city, they mark Belgrade’s western and eastern city gates. Both gates date from the second half of the 20th century and reflect the spirit of Yugoslav Brutalism. The Agora sees itself metaphorically as a meeting point, a link between East and West, and between past and future. The building’s form was inspired by the monuments of Yugoslav Brutalism, thus connecting to the architectural heritage and collective identity of the former Yugoslavia. This agora is not only a meeting place but also a site for the exchange of shared creativity, respecting the Yugoslav heritage and reflecting the urban spirit of present and future New Belgrade.
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