Schmiedbauer, A. (2026). Zwischen Geistlichem und Weltlichem. Revitalisierung der Klosteranlage von Loretto [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.112813
E251 - Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
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Date (published):
2026
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Number of Pages:
329
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Keywords:
Umnutzung; Kloster; Nachnutzungskonzept
de
Change of use; Monastery; reuse concept
en
Abstract:
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der denkmalpflegerischen und architektonischen Auseinandersetzung mit dem barocken Klosterensemble in Loretto im Burgenland. Ziel der Arbeit ist es, auf Grundlage einer umfassenden Analyse des historischen Bestandes, Strategien für eine nachhaltige Sicherung und zeitgemäße Weiterentwicklung des Areals zu entwickeln. Ausgangspunkt bildet die Erkenntnis, dass Leerstand, eingeschränkte Nutzung und begrenzte finanzielle Ressourcen eine langfristige Gefährdung der baulichen Substanz darstellen. Die Arbeit untersucht daher die Entstehungs-, Bau- und Nutzungsgeschichte des Klosters im Kontext der Siedlungsentwicklung Lorettos und erfasst den aktuellen Zustand des Ensembles durch eine systematische Bestandsaufnahme sowie ein Raumbuch. Darauf aufbauend erfolgt eine denkmalpflegerische Bewertung anhand zentraler Denkmalwerte wie dem historischen, künstlerischen, sozialen und identitätsstiftenden Wert. Auf Basis dieser Analyse wird ein Restaurierziel formuliert, das den Erhalt der historischen Substanz, minimale Eingriffe sowie die Wahrung der gestalterischen und räumlichen Qualitäten in den Mittelpunkt stellt. Gleichzeitig wird deutlich, dass eine langfristige Sicherung nur durch eine kontinuierliche und sinnvolle Nutzung gewährleistet werden kann. Im Entwurfsteil wird daher ein Revitalisierungskonzept entwickelt, das ein Mehr-Generationen-Wohnen im Kloster mit ergänzenden gemeinschaftlichen und öffentlichen Nutzungsmöglichkeiten kombiniert. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude wird als Hofladen und Schaudepot neu interpretiert und fungiert als Bindeglied zwischen dem sakralen Ensemble und der Ortsstruktur. Ziel ist ein integratives Nutzungskonzept, das den klösterlichen Alltag respektiert und gleichzeitig neue soziale, kulturelle und wirtschaftliche Impulse für den Ort schafft. Die Arbeit zeigt, dass Denkmalpflege nicht als statische Bewahrung, sondern als dynamischer Prozess zwischen Erhalt und Weiterentwicklung zu verstehen ist. Die Klosteranlage von Loretto besitzt das Potenzial, durch eine sensible, denkmalgerechte Transformation erneut zu einem lebendigen Zentrum des Ortes zu werden – als Ort des Glaubens, des Wohnens und der Begegnung.
de
The present diploma thesis examines the Baroque monastic complex in Loretto, Burgenland from a conservationled architectural perspective. The aim of the study is to develop strategies for the sustainable preservation and contemporary adaptation of the site, based on a comprehensive analysis of its historic fabric.The basis of the thesis is the observation that vacancy, limited use and restricted financial resources pose a longterm threat to the structural integrity of the complex.The thesis therefore investigates the origins, construction history and functional transformation of the monastery in relation to the settlement development of Loretto. The current condition of the ensemble is documented through a systematic survey and the compilation of a room book. Building on this, a heritage assessment is carried out, identifying key values such as historic, artistic, social and identity-related significance.Based on these findings, a conservation objective is defined that prioritises the preservation of the historic substance with minimal intervention, and the safe guarding of spatial and architectural qualities. At the same time, it becomes evident that long-term conservation can only be ensured through continuous and meaningful use.The design component of the thesis proposes a revitalisation concept that combines multi-generational housing within the monastery with complementary communal and public functions. The former economic building is reinterpreted as a farm shop and open storage facility, acting as a link between the sacred ensemble and the village structure. The aim is to establish an integrative programme that respects the monastic way of life while introducing new social,cultural and economic impulses to the community.The thesis demonstrates that heritage conservation should not be understood as static preservation, but as a dynamic process balancing continuity and transformation. The monastic complex of Loretto holds the potential, through a sensitive and conservation-appropriate approach, to once again become a vibrant centre of the village – as a place of faith, living and social interaction.
en
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