Urban transformation | Hybrid urban structure | Permeability | Mixed-use | Sustainable density | Adaptiv building structure
en
Abstract:
Der Margaretengürtel bildet durch seine hohe Verkehrsdichte, den damit verbundenen Lärm und die ausgeprägten topografischen Zäsuren eine wesentliche urbane Barriere zwischen den Bezirken 5, 10 und 12. Trotz der fortschreitenden Verkehrswende bleibt die bestehende Straßeninfrastruktur räumlich dominierend und verhindert die Ausbildung zusammenhängender Grün- und Bewegungsräume. Das Projekt entwickelt eine räumliche und funktionale Überlagerung von Landschaft, Infrastruktur und Architektur, um diese Barrierewirkung aufzuheben. Durch die teilweise Reduktion und Umleitung des Verkehrs sowie die Überplattung der verbleibenden Fahrspuren entsteht eine neue durchgehende Parklandschaft. Ergänzt wird diese Landschaft durch dringend benötigten Wohnraum, der in Form zweier schwebender Baukörper über dem Park positioniert ist und so die Offenheit und Durchlässigkeit des Grünraums erhält.Die Transformation des Verkehrs dient als Mittel zur Flächenrückgewinnung. Eine Verringerung der Straßenquerschnitte um zwei bis vier Spuren schafft Raum für den neuen Landschaftszusammenhang, während die überplatteten Restspuren landschaftlich integriert werden und ein durchgehendes grünes Niveau bilden. Diese neue Landschaftsebene wird zu einem vielseitigen, leicht zugänglichen Freiraumgeflecht mit Sport-Freizeit- und Erholungsangeboten sowie Bereichen urbaner Wildnis. Plattformen über der Infrastruktur ermöglichen zusätzliche öffentliche Nutzungen, und ein fein ausgebildetes Wegesystem verknüpft den Freiraum klar mit den umgebenden Stadträumen.Über diesem Parkraum schweben zwei Baukörper, die ein breites Spektrum an Wohnformen aufnehmen: klassische Wohnungen, kompakte Apartments und gemeinschaftliche Wohnmodelle. Ihre Orientierung ge-währleistet optimale Belichtung, während nördlich ausgerichtete Zonen gewerblichen, büro- oder atelierähnlichen Nutzungen vorbehalten sind. Ein konstruktives System mit großen Spannweiten und wenigen Stützen erzeugt einen klaren Rastergrundriss und ermöglicht langfristige Flexibilität in der Nutzung. Die Gesamtstruktur setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: dem zusammenhängenden Grün- und Freiraumverbund als städtebauliches Rückgrat und den schwebenden Baukörpern mit Wohnen,Gewerbe und weiteren urbanen Nutzungen. Ergänzende Programme wie Sport-, Kultur- und Veranstaltungsangebote erweitern die Mischnutzung und fördern ein lebendiges, wandelbares Stadtbild.Aus der Überlagerung von Landschaft, Infrastruktur und Architektur entsteht ein neuer Stadtbaustein, der räumliche Trennungen überwindet, qualitative Freiräume schafft und zugleich einen substantiellen Beitrag zu einer sozial, ökologisch und räumlich nachhaltigen Stadtentwicklung in Wien leistet.
de
The Margaretengürtel, shaped by high traffic volumes, noise, and pronounced topographic fragmentation, forms a significant urban barrier between districts 5, 10, and 12. Despite ongoing mobility transitions, the existing road infrastructure remains spatially dominant and prevents the development of continuous green and movement spaces. This project proposes a spatial and functional superimposition of landscape, infrastructure, and architecture to dissolve this barrier effect. Through the partial reduction and rerouting of traffic, as well as the capping of the remaining lanes, emerges a continuous public park. This new landscape is complemented by urgently needed housing, arranged as two hovering volumes above the park to preserve the openness and permeability of the green space.
en
Additional information:
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers