Fally, D. (2026). Optimierung des Implementierungsprozesses zur Einführung eines Environmental Monitorings bei Bestandsobjekten [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.139862
ESG; non-financial reporting; eu-regulations; environment; building monitoring
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Abstract:
Im Zuge des steigenden Fokus auf die drei ESG-Faktoren Environmental, Social und Governance wurden in den letzten Jahren mehrere rechtliche Vorgaben eingeführt, welche unter anderem den Energieverbrauch, die Energieeffizienz sowie den Ausstoß von Treibhausgasen betreffen.Basierend auf der Design Science Research Methode (DSRM) wird durch eine Literaturrecherche zu dem Thema „Rechtliche Vorgaben des ESG-Monitorings“ analysiert, welche Medien in welcher Granularität zum Erfüllen der Vorschriften erfasst werden müssen. Anschließend wird in einer weiteren Recherche erfasst, wie IoT-basierte Systemarchitekturen und die zugehörige Messtechnik gestaltet werden müssen, um diese Medien automatisiert erfassen zu können. Eine dritte Literaturrecherche zum Thema Implementierungsprozesse dient als Grundlage, um mögliche Vorgehensmodelle für die Gestaltung des Einführungsprozess zu identifizieren.Aufgrund der Gesetze und Richtlinien sind große Unternehmen in Österreich verpflichtet, unter anderem den Energie- und Wasserverbrauch sowie den Treibhausgasausstoß in verschiedenen Scopes zu erfassen und zu berichten. Die Granularität dieser Messung ist abhängig von der zu betrachtete Vorgabe und dem Anwendungsfall. Während die Verpflichtung zur nichtfinanziellen Berichterstattung jährliche Gesamtenergieverbräuche fordert, wird für Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung eine räumliche Granularität auf Ebene der Wohn- und Betriebseinheit sowie eine zeitliche Granularität von 15 Minuten benötigt.Um bestehende Implementierungsprozesse in der Praxis zu evaluieren, wurden explorative Case Studies in einer historischen Immobilie (Bestandsobjekt) durchgeführt, hierfür wurde ein Vorgehensprozess entworfen und umgesetzt. Eine Analyse von Herausforderungen innerhalb der Fallstudie zeigt ein enormes Optimierungspotential im Bereich „Organisation und Informationsmanagement“. Als Ursache wurden fehlende Informationen und ineffiziente oder fehlende Prozessschritte identifiziert, was die Relevanz der Prozessoptimierung bestätigt.Auf Basis der Literatur sowie den Ergebnissen der Case Studies wurde anschließend iterativ eine Prozessanpassung durchgeführt. Abschließend erfolgte eine Visualisierung mittels Business Process Modelling and Notation (BPMN 2.0). Hierbei wurden die Verantwortungsbereiche des Gebäudeeigentümers (unterteilt in Management und Haustechnik), des Implementierers sowie des Projektpartners/Hardwarelieferanten getrennt und in die Phasen der „Bedarfsermittlung“, „Planung“, „Umsetzung“ sowie „Nutzung und Wartung“ unterteilt.
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In the wake of the increasing focus on the three ESG (Environmental, Social, and Governance) factors, several legal regulations have been introduced in recent years concerning energy consumption, energy efficiency, and greenhouse gas emissions, among other aspects.Based on Design Science Research Methodology (DSRM), a literature review on the topic of "Legal Requirements for ESG Monitoring" analyzes which consumption media and what level of granularity must be recorded to comply with these regulations. An additional review investigates how IoT-based system architectures and measurement technologies must be designed to enable the automated data acquisition of these media. A third literature review focused on implementation processes serves as foundation for identifying possible approaches for designing the implementation process.Driven by these laws and directives, large companies in Austria are obliged to record and report their energy and water consumption, as well as greenhouse gas emissions, across various scopes. The granularity of these measurements depends on the specific regulatory framework and the intended use case. While non-financial reporting obligations merely require annual total energy consumption data, modeling for energy efficiency improvements demands a spatial granularity at the level of individual residential or operational units and a temporal resolution of 15 minutes.To evaluate existing implementation processes in practice, an exploratory case studies were conducted in a historical property. For this purpose, an implementation process was designed and applied. An analysis of the on-site challenges revealed substantial optimization potential around "Organization and Information Management". Missing information and inefficient or entirely absent process steps were identified as the primary causes, thereby confirming the critical need for process optimization.Based on findings from the literature review and the results of the case studies, the process was iteratively refined and optimized. Finally, the resulting process was visualized using Business Process Modelling and Notation (BPMN 2.0). In this model, the responsibilities of the building owner (subdivided into management and facility management), the implementer, and the project partner/hardware supplier were clearly delineated and categorized into the phases of "needs assessment", "planning", "implementation", and "operation and maintenance".
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