Röhm, J. (2026). Hochhausentwicklung in Wien: Eine praxisorientierte Bewertung von Planungsinstrumenten [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.130760
Wiens Hochhausentwicklung ist zwischen dem Bedarf an dichteren Stadtstrukturen und den potenziellen Auswirkungen auf Stadtbild, Umwelt und öffentliche Akzeptanz hin- und hergerissen. Diese Studie untersucht das Potenzial und die Herausforderungen im Zusammenhang mit Hochhäusern, die zu deren Verwaltung verwendeten Planungs- und Regulierungsinstrumente sowie die Wirksamkeit dieser Instrumente in der Praxis. Ziel ist es, die Stärken und Schwächen des Wiener Governance-Ansatzes zu identifizieren und aus diesen Ergebnissen umsetzbare Empfehlungen abzuleiten. Diese Studie basiert auf Dokumentenanalyse, halbstrukturierten Experteninterviews und Fallstudien. Die Ergebnisse zeigen, dass der Beitrag eines Hochhauses zur städtischen Qualität oder zur Verschärfung von Konflikten von seiner Lage, der Integration in den städtischen Kontext sowie der Qualität des Planungs- und Entscheidungsprozesses abhängt. Wien verfügt über ein ausgefeiltes Werkzeugset. Der derzeitige Rahmen, basierend auf dem Ansatz von 2014, zielt darauf ab, Hochhäuser durch Diskurs und nicht ausschließlich durch feste normative Anforderungen zu lenken. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes hängt jedoch stark von den Bedingungen des jeweiligen Projekts ab. Er ist besonders effektiv, wenn klare technische Kriterien, politische Unterstützung, institutionelles Gegengewicht, frühe öffentliche Beteiligung und transparenter Mehrwert für die Allgemeinheit zusammenkommen. Daher liegt der zentrale Mangel weniger im Fehlen zusätzlicher Werkzeuge als in ihrer begrenzten verbindlichen Natur und Praktikabilität. Viele Anforderungen müssen projektweise neu verhandelt werden, was bedeutet, dass die Qualität der Hochhausentwicklung von den jeweiligen Interessengruppen und Machtverhältnissen abhängt. Daher empfiehlt diese Studie eine zuverlässigere prozedurale Verankerung wichtiger Qualitätskriterien, transparente Entscheidungsrahmen und frühzeitige Beteiligungsprozesse, anstatt eine starre rechtliche Kodifizierung aller Anforderungen. Die laufende Überarbeitung des Wiener Hochhauskonzepts bietet die Möglichkeit, Zuverlässigkeit und Anpassungsfähigkeit enger zu integrieren und so das Management der Hochhausentwicklung in Wien weiter zu entwickeln.
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Vienna's high-rise development is caught between the need for denser urban structures and the potential impacts on the cityscape, environment, and public acceptance. This study examines the potential and challenges associated with high-rises, the planning and regulatory instruments used to manage them, and the effectiveness of these instruments in practice. The goal is to identify the strengths and weaknesses of Vienna's governance approach and derive actionable recommendations from these findings. This study is based on document analysis, semi-structured expert interviews, and case studies. The results show that a high-rise's contribution to urban quality or exacerbation of conflicts depends on its location, integration into the urban context, and the quality of the planning and decision-making process. Vienna has a sophisticated set of tools at its disposal. The current framework, based on the 2014 approach, aims to steer high-rises through discourse rather than exclusively through fixed normative requirements. However, the effectiveness of this approach depends heavily on the conditions of the respective project. It is particularly effective where clear technical criteria, political backing, institutional counterbalance, early public participation, and transparent added value for the general public all come together. Therefore, the central shortcoming lies less in the lack of additional tools than in their limited binding nature and practicality. Many requirements must be renegotiated on a project-by-project basis, meaning the quality of high-rise development depends on respective stakeholders and power dynamics. Therefore, this study recommends a more reliable procedural anchoring of key quality criteria, transparent decision-making frameworks, and early participation processes rather than a rigid legal codification of all requirements. The ongoing revision of Vienna's high-rise concept (Fachkonzept Hochhäuser) offers the opportunity, to more closely integrate reliability and adaptability, thus further developing the management of high-rise development in Vienna.
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