Marko, F. (2022). Quotensysteme für erneuerbare Gase : Optimale Anreize und ihr Einfluss auf den Markt in einer österreichischen Fallstudie [Master Thesis, Technische Universität Wien; Donau Universität Krems]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.104304
Master Thesis; renewables gases; energy transition; quota system
en
Abstract:
Erneuerbare Gase spielen im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle. In dieser Masterthese wird ein Systemdesign für ein Quotensystem für erneuerbare Gase im österreichischen Gassektor entworfen und dessen mögliche finanzielle Auswirkungen dargestellt. Ein solches Quotensystem soll auf Basis einer Versorgerverpflichtung eingeführt werden. Um 2030 eine Produktion von 5 TWh zu erreichen, ist ein verpflichtender Anteil an erneuerbarem Gas notwendig, welcher von 1% im Jahr 2025 auf 7,3% bis 2030 ansteigt. Dies könnte für den österreichischen Gassektor im Jahr 2030 Zusatzkosten von 246 Mio. EUR p.a. verursachen. Dadurch könnten Teuerungen für Haushalte bis zu 46 EUR, für KMU bis zu 370 EUR und für Industriebetriebe bis zu 277.000 EUR entstehen. Unter Berücksichtigung eines sektorübergreifenden CO2-Preises besteht im Modell bei relativ niedrigen Erdgaspreisen, wie bis 2020 der Fall, ab 170 – 200 EUR/tCO2 ein wirtschaftlicher Anreiz auf erneuerbares Gas umzusteigen. Längerfristige Gasgroßhandelspreise über 8 Cent/kWh können jedoch erneuerbares Gas in einem Quotenmodell auch ohne CO2-Bepreisung gegenüber Erdgas konkurrenzfähig machen.Um die energiepolitischen Zielsetzungen zu erreichen, soll eine implementierende Gesetzgebung rasch in Kraft gesetzt werden, da die Systemeinführung eine Vorlaufzeit benötigt
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Renewable gases play an essential role in the energy transition. This case study includes apossible design for a quota system for renewable gases in the Austrian gas sector and themodeling of its potential financial impact. A quota system for renewable gases in the gas sectorshould be introduced in Austria based on a supplier obligation. In order to reach a productionof 5 TWh in 2030, a mandatory share of renewable gas in the supplier’s portfolio should beintroduced, increasing from 1% in 2025 to 7.3% by 2030. This could cause additional costs ofEUR 246 million p.a. in the Austrian gas sector in 2030. As a result, in 2030, additional costsmay arise up to EUR 46 for households, EUR 370 for SMEs and EUR 277,000 for industrialcompanies. Considering relatively low natural gas prices, as seen until 2020, the model suggestseconomic incentives for end customers to switch to renewable gas in the price range of170 – 200 EUR/tCO2e. However, longer-term gas wholesale prices above 8 cent/kWh maylead to competitive pricing of renewable gas compared to natural gas in a quota model evenwithout CO2 pricing. Implementation of the system should start as soon as possible, as thesystem introduction requires time for preparation.