Ta, S. (2018). The Role of visual media in image-based social networking sites in regard to self-expression and social communication : an empirical-qualitative investigation of image usage in communication via instagram [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2018.56621
E193 - Institut für Visual Computing and Human-Centered Technology
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Datum (veröffentlicht):
2018
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Umfang:
144
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Keywords:
image-based communication - image usage - visual media - photography - social communication - social media - social networking sites - self-expression - self-presentation - Instagram - well-being
en
Abstract:
Die soziale Kommunikation der Online-Welt erfährt derzeit mehrere Trends. Die Allgegenwärtigkeit der Mobiltelefone führt zu einer zunehmenden Abhängigkeit der Nutzer und Nutzerinnen. Sie verbringen viel Zeit mit dem Konsum von Online-Medien und dem Austausch von Informationen. Online-Inhalte werden nicht mehr ausschließlich von Redaktionen verfasst. Die Rollen von Konsumenten und Produzenten sind austauschbar, jede Person ist in der Lage eigene Inhalte zu erstellen und diese dann über mehrere Online-Kanäle mit anderen zu teilen. In den sozialen Medien zeigt sich ein Trend hin zu einer überwiegend bildbasierten Kommunikation. Diese Entwicklung ist insbesondere am starken Wachstum von Instagram ablesbar: die auf Fotos basierte Social Media Plattform hat mittlerweile mehr als 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer und Nutzerinnen. In früheren Studien zeigte sich, dass Bilder einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung von Menschen haben. Die bildbasierte Kommunikation in sozialen Medien erzeugt jedoch in erster Linie negative Gefühle wie bspw. Selbstzweifel. Die Gründe für das Teilen von Fotos lassen sich dabei meist auf das Bedürfnis nach Selbstentfaltung und Selbstdarstellung zurückführen. Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der Erforschung von sozialer Interaktion auf bildbasierten Sozialen Netzwerken wie Instagram. Da Online-Kommunikationsplattformen zunehmend visueller werden, stellt sich die Frage, wie Menschen Bilder als Kommunikationsmittel wahrnehmen, vor allem wenn Texte nicht immer verfügbar sind oder eine untergeordnete Rolle spielen. Das Ziel der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten qualitativen Interviews war es herauszufinden, wie Menschen Bilder verwenden, um sich auszudrücken und welche Art von visuellen Inhalten sie auf der Plattform sehen und näher betrachten. Zudem wurde untersucht inwieweit sich der Konsum von Bildinhalten auf das eigene Nutzungsverhalten und die Produktion von bzw. die Einstellung zu eigenen Bildern auswirkt. Als Grundlage der Interview-Analyse wurden die von Mason und Witzel beschriebenen Definitionen der qualitativen Forschung und die Evaluationsmethoden von Braun & Clarke und Mayring verwendet. Aus der angewandten Methodik ergibt sich eine tiefgehende Betrachtung der Bildverwendung als Mittel der Selbstentfaltung und -darstellung. Als theoretischer Ausgangspunkt der Analyse dienten hierbei Vilém Flussers Theorie der Wirkung von Bildern im sozialen Kontext und deren Codifizierung, sowie die Ideen und Konzepte von Erving Goffman bzgl. der Selbstdarstellung im Alltag. Die Erkenntnisse der durchgeführten Studie geben Informationen darüber, welche Motivationen und persönliche Intentionen Menschen dazu bewegen Bilder als Kommunikationsmittel einzusetzen. Ebenso kristallisieren sich Kommunikationsnormen heraus, die die Probanden während ihrer Nutzung in Instagram erlernt und für sich adaptiert haben. Weiters zeigt sich, inwiefern die persönliche Wahrnehmung von Bildern mit dem eigenen Wohlbefinden zusammenhängt. Insbesondere wird dabei die Problematik reflektiert, wie individuelle Ziele (bspw. die Aufrechterhaltung einer authentischen Selbstdarstellung) innerhalb eines sozialen Netzwerks mit den persönlichen Wertvorstellungen der Nutzer und Nutzerinnen vereinbart werden können und welche Lösungsstrategien sie dafür entwickeln. Schließlich werden die Unterschiede zwischen der Verwendung von Text und Bild als Dreh-und Angelpunkt der Kommunikation genauer differenziert und verdeutlicht.
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Online social communication currently undergoes several trends. There is a growing ubiquity of mobile devices, so that people are constantly on their mobile phones. They spend a high amount of time consuming online media and exchanging information which is not produced by editorials as it was in the past. Instead, the roles of content consumers and producers are now interchangeable and people create their own content and have the option to share it on several kinds of channels online. Particularly within current social media, the trend shows a shift from a textto image-based communication, visible through the strong growth of the photo-sharing social networking site Instagram, which has now reached more than 1 billion monthly active users. As identified by prior research, images have a strong impact on peoples well-being and self-perception. However, images effects on social media primarily create negative feelings and self-doubt. Yet, people show several motivational factors to share photos online with others, mainly with the focus on self-expression and self-presentation. This thesis focuses on exploring the social interaction on image-based social networking sites through qualitative interviews with Instagram users. As online communication platforms increasingly become visual-heavy, the question arises how people perceive images as a means of communication if a text is not always available or plays a secondary role. The interviews aim to find out how people use images to express themselves, what kind of visual content they look at, how they understand it, how their consumption impacts their perception of reality, and consequently, how they reply to such content. Drawing on the definitions of qualitative research as described by Mason and Witzel and the analytical methods by Braun & Clarke and Mayring, the results of the interviews will provide an in-depth analysis of individuals use of images as a means of self-expression and self-presentation. Vilém Flussers theory of images social impact and the residing codes in them as well as Erving Goffmans ideas and concepts on self-presentation in everyday life are taken as the main theoretical base. Findings provide information on motivational factors and personal intentions behind the use of image-based communication. In addition, it reveals learnings and emerging adoptions of communication standards and how peoples perception is related to their well-being. Moreover, it uncovers issues of the maintenance of personal values and the need to achieve ones goal within an online social environment, particularly in terms of upholding an authentic self-presentation in mind. Moreover, it discusses the differences between textand image-usage and touches the subjects of the role of mobile phones and photographys omnipresence in current social communication.