Özdemir, A. (2022). Rhythm of youth – Raum für Jugendarbeit in Wien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.105549
Youth center; extracurricular educational spaces; wooden modular construction
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Abstract:
Jugendarbeit setzt einerseits Inhalte und Zielvorgaben jugendpolitischer Rahmenplanungen um, andererseits wird damit auf Bedürfnisse, Anliegen, Wünsche und Forderungen der jungen Menschen reagiert. Vorrangiges Ziel der Kinder- und Jugendarbeit ist es, zur gelingenden Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen beizutragen. Neben Familie und Schule ist die außerschulische Jugendarbeit eine wichtige Säule in der Bildungslandschaft und kann wesentlich dazu beitragen, Kinder und Jugendliche zu stärken und zu fördern. Wie aber sehen die Räume aus, in denen sich außerschulische Jugendarbeit vollzieht? Welche Räume braucht es, um Jugendliche zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen, ihre Interessen und Stärken zu fördern und sie zu einem eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Leben zu befähigen? Diesen zentralen Fragestellungen bin ich in meiner Diplomarbeit nachgegangen: Zum einen auf Basis meiner eigenen persönlichen Erfahrungen, die ich als Heranwachsender mit Migrationshintergrund im 10. Wiener Gemeindebezirk gemacht habe. Zum anderen auf Basis meiner Recherchen, die ich in verschiedenen Jugendzentren und an sonstigen Orten der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Wien durchgeführt habe: Bei meinen Besuchen war es mir wichtig, ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen – sowohl von den räumlichen Gegebenheiten als auch von den generellen Zielsetzungen, den angebotenen Programmen, Betreuungsformen und Jugendarbeitsmethoden. Ich habe die Räume und Ausstattungen dieser Einrichtungen fotografisch dokumentiert und mit den Personen vor Ort – mit dem Leitungs- bzw. Betreuungspersonal sowie mit Jugendlichen – über die positiven, aber auch über die negativen Aspekte der vorhandenen Räumlichkeiten und Nutzungsmöglichkeiten gesprochen. Mit dieser umfangreichen, praxisbezogenen Analyse, die den ersten Abschnitt der Arbeit bildet, werden die bestehenden Räume und Angebote aus verschiedenen Blickrichtungen vorgestellt. Im zweiten Abschnitt wird aus den gesammelten Erkenntnissen und Erfahrungen des Analyseteils ein kleiner Entwurf für ein exemplarisches Jugendzentrum abgeleitet und vorgestellt. Bei der Konzeptionierung wurde großer Wert auf die ökologische, nachhaltige und temporär auf- und abbaubare Ausführung gelegt. Dem Baustoff Holz kommt in diesem Entwurf besondere Bedeutung zu, da ein moderner Holzbau viele Vorteile hat: Holz ist regional verfügbar und ein (noch) relativ kostengünstiges Baumaterial, durch die modulare Bauweise und die Möglichkeit der Vorfertigung kann das Gebäude schnell und effizient errichtet werden. Bauten aus Holz vermitteln ein überaus angenehmes Wohn- bzw. Arbeitsraumklima und lassen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zu, in die auch die Kinder und Jugendlichen eingebunden werden können. Der Entwurf sieht Modulgebäude vor, zwischen denen unterschiedlich nutzbare Frei- und Spielräume entstehen können und die bei Bedarf anderes angeordnet oder auch einer anderen Verwendung zugeführt werden können. Dieses Entwurfskonzept soll einen konkreten Beitrag zur Schaffung von anregenden Räumen für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit in Wien leisten.
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On the one hand, youth work implements the contents and objectives of youth policy framework planning, on the other hand, it responds to the needs, concerns, wishes and demands of young people. The primary goal of child and youth work is to contribute to the successful personal development of young people. Besides family and school, extracurricular youth work is an important pillar in the educational landscape and can contribute significantly to strengthening and promoting children and young people. But what do the spaces look like in which extracurricular youth work takes place? What spaces are needed to encourage young people to share responsibility in society and to become socially engaged, to promote their interests and strengths and to enable them to lead independent and self-determined lives? I pursued these central questions in my diploma thesis: On the one hand, based on my own personal experiences as an adolescent with a migration background in Vienna‘s 10th district. On the other hand, based on my research, which I carried out in various youth centers and other places of extracurricular child and youth work in Vienna: During my visits it was important for me to get as comprehensive a picture as possible - both of the spatial conditions and of the general objectives, the programs offered, forms of care and youth work methods. I documented the rooms and equipment of these facilities photographically and spoke with the people on site - with the management or support staff as well as with young people - about the positive, but also the negative aspects of the existing premises and possibi-lities of use. With this comprehensive, practice-oriented analysis, which forms the first part of the work, the existing spaces and offers are presented from different perspectives. In the second part, a small design for an exemplary youth center is derived and presented from the collected findings and experiences of the analysis part. In the conceptual design, great importance was attached to ecological, sustainable and temporary construction and dismantling.Wood as a building material is of particular importance in this design, as a modern wooden building has many advantages: Wood is regionally available and a relatively inexpensive building material, and the modular construction method and the possibility of prefabrication mean that the building can be erected quickly and efficiently. Buildings made of wood convey an extremely pleasant living and working environment and allow a wide range of design options, in which children and young people can also be involved. The design envisages modular buildings between which different usable open spaces and play areas can be created and which can be rearranged or used for other purposes as needed. This design concept is intended to make a concrete contribution to the creation of stimulating spaces for out-of-school children and youth work in Vienna.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers