Stefanova, N. I. (2022). Tanzhaus an der Bahn - eine Produktions- und Kulturstätte in Meidling [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.95880
Hans Christian Hansen; Kopenhagen; Wien; Meidling Materialität; Gestalt; Fassade; Typologie; Longitudinalbau; Tanz; Performance; Theater; Produktion
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Hans Christian Hansen; Copenhagen; Vienna; Meidling materiality; shape; facade; typology; longitudinal building typology; dance; performance; theater; production
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Abstract:
Der Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit stellt die Studie über die gebauten Werke der wenig bekannten dänischen Architekten Hans Christian Hansen (1901-1978) dar, der zwischen 1930 und 1970 unter der Politik des Wohlfahrtsstaates als Projektleiter für das Stadtarchitektenbüro in Kopenhagen tätig war. Sein wenig erforschtes architektonisches Erbe ist durch einen außergewöhnlichen Umgang mit Material und Form geprägt und weist dazu einen vielfältigen historischen und kulturellen Kontext auf. Obwohl sein Werk eine relevante Bedeutung für das Kopenhagener Stadtbild und Geschichte darstellt, sind heutzutage vieler seiner Bauten in Vergessenheit geraten und teilweise von Abbruch gefährdet. Anhand der in der Auseinandersetzung entstandenen Fotos, analytischen Zeichnungen und Texte sind die wichtigsten Motive Hansens Architektursprache hervorgehoben und systematisiert. Eine Neuinterpretation dieser ausgewählten Thesen stellte den Grundstein für einen eigenständigen Entwurf dar. Ein Gebäude für zeitgenössische Tanzaufführungen, welches auch eine industrielle Nutzung in sich unterbringt, wird im ehemaligen Arbeiterviertel Meidling, direkt neben den historischen Arbeiterwohnhäusern der Südbahngesellschaft, situiert. Die Errichtung eines Hauses für Begegnung und Austausch an einem Ort mit einer reichen sozialen und kulturellen Vielfalt, jedoch mit einem fehlenden kulturellen Angebot, hat zum Ziel diese aktuelle Problematik zu adressieren. Das vorliegende Projekt für ein Tanzhaus legt einen besonderen Wert auf den geborgenen Innenraum und betrachtet die tragenden Konstruktionseinheiten als zentrale Gestaltungselemente. Der entstandene schlichte Gebäudekörper wird mit einem Fassadenkleid aus Kupfer verhüllt und versucht in einen behutsamen Dialog mit der Umgebung zu treten.
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The starting point for this thesis is the study of the built works by the little-known Danish architect Hans Christian Hansen (1901-1978), who worked as a project leader at the office of the City Architect in Copenhagen between 1930 and 1970 under the politics of the welfare state. His neglected architectural heritage is characterized by an extraordinary handling of material and form and features a diverse historical and cultural context. Despite his work’s relevance to Copenhagen's cityscape and history, nowadays many of his buildings have fallen into oblivion or are endangered by demolition.This project highlights and systemizes the most important themes of Hansen's architectural language on the basis of photos, analytical drawings and texts that emerged from the study. The reinterpretation of these selected motifs provided the cornerstone for an individual design. A building for contemporary dance performances, which also facilitates industrial usage, is located in the former working-class district of Meidling, directly next to the historic workers’ housing of the Südbahngesellschaft. The architectural proposal for a venue for community encounters and exchanges in an area with rich social and cultural diversity, but with a lack of renowned cultural offerings, aims to address this current disbalance. The presented project for a dance house places a special emphasis on the secluded interior space and considers the load-bearing structural units as central design elements. The developed simplistic building form is covered with a copper façade cladding and positions itself in a cautious dialogue with the surroundings.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers