Prantner, E. A. (2024). Neue Alte Mehrräume : Wohnraumressourcen im Hotelbauleerstand [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.112703
Während meines Studiums begegne ich immer wieder der Frage, wie die Antwort auf die zukünftige Architektur lautet. Sei es im Gespräch mit Studierenden oder bei Vorträgen von Betreuer:innen und Professor:innen. Vieles wurde bereits errichtet, weitere Projekte folgen und doch sind zahlreiche Bauten unbewohnt oder unbenützt. Weil das Haus seinen „Charme“ verlor, das Gebäude nicht mehr die gewünschte Funktion repräsentiert oder der Bau ganz einfach in Vergessenheit geriet, bleiben jene Objekte leer. Besonders in Zeiten der ersten Auswirkungen des Klimawandels und der Verminderungen unseres natürlichen Raumes müssen wir achtsamer mit der Umwelt umgehen.Dadurch tritt auch die Aufgabe mit bereits Bestehendem zu arbeiten immer mehr in den Vordergrund. Nicht nur Gebäude in Stand zu halten, sondern vor allem damit neue Räume zu kreieren und entwerfen. Immerhin befinden sich gesellschaftliche Bedürfnisse sowie Lebensstile in einem ständigen Wandel der Zeit. Das Ziel wird es sein, eine neue Ebene der Anpassung zu schaffen und dem Gebauten nicht die Lebensdauer zu nehmen, sondern sie zu verlängern.Im Zuge meiner Diplomarbeit möchte ich mich nicht nur mit dem Umgang von Bestandsbauten auseinandersetzen. Mein Fokus richtet sich auf die Untersuchung von kulturell fremden Herangehensweisen mit Vorhandenem Neues zu schaffen. Schon seit Beginn meines Studiums bin ich beeindruckt von der modernen japanischen Architektur und dem einhergehenden Verständnis für Raum sowie Materialien. Zudem faszinieren mich japanische kollektive Wohnformen. Räume sind nicht nur private Eigenheime, sie fungieren vielmehr als nutzungsoffene „Mehrräume“ in gesellschaftlicher Hinsicht, von denen auch das Individuum profitiert. Dahingegen erleben wir in Österreich, vor allem im ländlichen Gebiet, einen sehr konventionellen Bezug zum Wohnen und eine grundsätzliche Ablehnung zu geteilten Wohnbereichen. Obwohl zukünftig die räumlichen als auch finanziellen Ressourcen in der Heimat immer knapper werden, gibt es hierzu noch wenig architektonische Beiträge zu nachhaltigen Lösungsvorschlägen gegenüber den gewohnten Neubauten für Einfamilien- und Reihenhäuser oder anderen Strukturen.Anhand des Szenarios in Japan, in Bezug auf die steigende Bevölkerungsdichte und den daraus resultierenden Wohnformen, möchte ich mit meiner Diplomarbeit für die zukünftigen Herausforderungen in Österreich einen dementsprechenden Architektur-Beitrag leisten, der sich am japanischen Modell orientiert. Das Ziel ist es, die Ideen und Raumvorstellungen eines japanischen Mehrparteienhauses in einem Bestandsbau in Österreich umzusetzen, über den kulturellen Tellerrand zu blicken und die Möglichkeiten des Wohnens im Bestand zu erforschen. Mit meinem Entwurf möchte ich Grenzen austesten. Grenzen der räumlichen Anpassbarkeit eines Bestandbaus wie auch Grenzen der architektonischen Nutzungsmöglichkeiten des Wohnens sollen in meinem Projekt erarbeitet werden.Ich glaube als angehende Architektin möchte ich nicht nur mit kollektivem Wohnen in einer individualisierten Gesellschaft ein nachhaltiges Zeichen setzen, sondern einen ebenso nachhaltigen Bezug auf Bestandsbauten erstellen und dessen Schönheiten hervorheben. Die ehemaligen Funktionen sollen überdacht und mit den Ressourcen neue Räume entwickelt werden.
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During my studies, 1 repeatedly encounter the question how future architecture will appear. Even in many conversations with students or at lectures by supervisors and professors Much has already been built, more projects are to follow, and yet many buildings remain unoccupied or unused Only because the house lost its "charm", the building no langer represents the desired function or the building simply feil into oblivion, those objects remain empty. Especially in times of the first effects in climate change and the reduction of our natural space, we have to ad more careful with our environment. As a result, the task of working with what already existing is becoming more and more important. Not only to maintain buildings, but above all to create and design new spaces. After all, social needs and lifestyles are in a constant change of time. The goal will be to create a new level of adaptation and not to take away the life of the built, but to extend it.Due to the course of my thesis, 1 do not only want to deal with the handling of existing buildings My focus is on examining culturally foreign approaches Since the beginning of my studies, 1 have been impressed by modern Japanese architecture and its understanding of space and materials. 1 am also fascinated by Japanese collective forms of living. Spaces are not just private homes, they rather function as open-use "multi-spaces" in a social sense, from which the individual also benefits. In contrast, in Austria especially in rural areas, we experience a very conventional relationship to housing and a fundamental rejection of shared living spaces. Although in the future the spatial as weil as financial resources will become increasingly scarce, there are still few architectural contributions to sustainable solutions in comparison to the usual new buildings for single-family and "row-houses" or other similar residential structures.The countryside where I spent my whole childhood characterized by tourism and especially by winter tourism and winter sports. In the post years the demand on guest rooms and as weil as hotels decreased tremendously. On this cause many hotel owners decided to close and unfortunately never opened again. But nevertheless, the costs on properties and land never ever had been so high, because the area is still very popular, beautiful and romantic housing site. There I perceive the possibility to create housing spaces in abandoned hotels as a method for affordable residential building solutionsBased on the scenario in Japan, in relation to the increasing population density and the resulting forms of dwellings, 1 would like to make a corresponding architectural contribution with my thesis for the future challenges in Austria, which is oriented to the Japanese model The goal is to implement the ideas and spatial concepts of a Japanese multi-party house in an existing building in Austria, to look beyond the cultural horizon and to explore the possibilities of living in existing buildings With my design I want to lest boundaries Limits of spatial adaptability of an existing building as weil as limits of architectural possibilities of living shall be worked out in my projed Throughout my research on Japanese architecture in urbanized housings I found some very unique architectural references which I plan to visit and study during my stay in Japan The idea is to understand the spatial effects on the dwellers and the playful sensitivity on shared living spaces with the given cultural back ground To learn, understand and translate the needs of denizens as a new method of housing.
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Zusammenfassung in englischer Sprache Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers