Das Liniennetz des öffentlichen Verkehrs bildet neben dem Fahrplan die Grundlage für die selbstverständliche Nutzung von Bus und Bahn in den Städten und stellt den zentralen Baustein einer Mobilitätswende am Land dar. Aber wie soll ein attraktives Öffentliches Verkehrsnetz aussehen und nach welchen Kriterien soll es gestaltet werden? Wie viele Haltestellen sind angemessen und wie viele Linien sind erforderlich? Erfüllt ein dichtes, sogar redundantes Netz mit vielen Haltestellen und Knoten zwar die Bedürfnisse der Kunden und Kundinnen aber sorgt gleichzeitig für betriebswirtschaftliche „Engpässe“? Wie kann ein dichtes und resilientes Netz bei zukünftig steigendem Erhaltungsaufwand auch langfristig betrieben werden?
Und, wie beeinflussen neue, multimodale Verkehrsangebote das Verkehrsnetz? Welche Rolle spielen Mikro-ÖV Angebote und On-Demand Services? Wird das Basisnetz im ÖV weniger dicht, weil wir mit vielen kleinen Einheiten nach Bedarf in der Fläche unterwegs sind, oder braucht es sogar in Zukunft ein dichteres und stabiles Netz an Regionalbahnen und Buslinien?
Für zielgerichtete Investitionen in zukünftige Verkehrsinfrastrukturen ist die Planung als „Netzdenken“ durchzuführen, die Ergebnisse müssen die gestellten Fragen beantworten können und ein klares Zielbild für die Anforderungen an den öffentlichen Verkehr der Zukunft vermitteln.