Khalife, G. (2024). House for an expat : a typology of transience [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.117380
Lebanon; expat; transient; typology; nomadic; rural; community
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Abstract:
Die Frage, mit der sich diese Arbeit befasst, ist die nach dem Expat und der Architektur, die seinem transitorischen Lebensstil zugrunde liegt. Seine einzigartigen Erfahrungen, die sich in der Wahl seines Lebensraums widerspiegeln, könnten auf den ersten Blick als liminal eingestuft werden, wie andere Arten von nomadischen, reisenden oder sonst staatenlosen Menschen. Der Expat, der zwischen Grenzen lebt, ist überall auf der Welt in allen möglichen Behausungen anzutreffen, aber nirgendwo ist seine Existenz durchdringender vorausgesetzt als im Nahen Osten, wo Grenzen, Geschichten und Traditionen unaufhörlich fluktuieren. In diesem Fluss entstehen einige der historisch relevantesten Typologien der Region, die tief in dieser Frage des „flüchtigen Wohnens“ verwurzelt sind und in unsere Zeit übertragen werden. Der Libanon—das Land, aus dem ich stamme—aus dem etwa drei Viertel der Bevölkerung wie ich ins Ausland zogen, ist dafür ein ideales Schauglas. Die zeitgenössische Geschichte libanesischer Expats und ihre verschiedenen Erfahrungen und Unterbringungen im Ausland hingegen dienen als Fallstudien, die helfen, den Status quo zu definieren. So entsteht ein Rahmenwerk, welches die paradoxe Natur der Expats selbst widerspiegelt, ihre angestrengte Elastizität, ihr überholter Zeitgeist, ihre statische Überschwänglichkeit, die sich aus der eigenen Betroffenheit über den Zustand ihrer Heimat im Ausland ergibt. Das Ergebnis, in Form einer neuen Art von transientem, kollektivem Lebensraum, wird im Kontext von Bejjeh, einem kleinen Dorf im Zentralmassiv des Libanon-Gebirges, ausgearbeitet. Das Haus für einen Expat ist eine Antwort auf jenen Reduktionismus, der auf den Mustern der Geschichte, der Typologie und der Reproduzierbarkeit beruht und der dazu führt, dass unsere heutigen Vorstellungen von flexiblem Wohnen und in gewissem Maße auch vom Leben selbst nur der symptomatische Hintergrund für die Ausdrucksformen des Transienten sind.
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The question this work approaches is that of the expat and the architecture that underlies their transitory lifestyle. Their unique experiences, reflected in their choice of habitat, might at first glance be classified as liminal, in the vein of other types of nomadic, traveling, or otherwise stateless people around the world. Existing between borders, the expat is found across the globe, in dwellings of all kinds, but nowhere is their existence more of a presupposition than in the Middle East, where boundaries, histories, and traditions fluctuate incessantly. In this flux, some of the region’s historically most pertinent typologies, which are deeply rooted in this question of ‘transient living’, are born and carried over into our time. Lebanon—the country I am from—with roughly three-quarters of the population living abroad as I do, provides the ideal looking-glass. Contemporary examples of Lebanese expats and their various experiences and accommodations abroad are case studies that help define the status quo. A framework emerges then, extracted from the region’s own commotion to the state of its home abroad, that reflects the paradoxical nature of the expat themselves, of their strenuous elasticity, their outdated contemporaneity, their static exuberance. The resulting proposal for a new kind of transient, collective living space is placed in the context of Bejjeh, a small village on the central massif of Mount Lebanon. The House for an Expat exists in response to that reductionism which is based in the patterns of history, typology, replicability, which results in our current notions on flexible living and to an extent, life itself, being only the symptomatic background to the expressions of transient form.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers