Amon, F. (2024). Das Infrastrukturangebot rund um Bahnhaltestellen und die Verkehrsmittelwahl von Bahnpassagieren am Zugangsweg [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.119407
Verkehr; Eisenbahn; Personenverkehr; Zugang; Infrastruktur; Österreich
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Transport; Railways; Passenger transport; Access; Infrastructure; Austria
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Abstract:
Um die angestrebte Klimaneutralität Österreichs, die aufgrund des fortschreitenden Klimawandels notwendig ist, zu erreichen, ist eine Mobilitätswende anzustreben. Der Verkehrsoll dabei vermieden oder auf klimaverträglichere Verkehrsträger verlagert und die fossilen Energieträger im Verkehr durch erneuerbare erstetzt werden. Diese Arbeit betrachtetdas Mobilitätsverhalten am Zugangsweg zur Bahnfahrt genauer und beschäftigt sichmit der Frage, welchen Einfluss die Mobilitätsinfrastruktur rund um Bahnhöfe auf das Mobilitätsverhalten am Weg zur Bahn haben kann. Hierfür wird der Datensatz des VCÖ-Bahntests 2023, eine Befragung von Bahnreisenden,aus der unter anderem das Mobilitätsverhalten am Weg zur Bahn extrahiert werden kann,herangezogen. Dieses Mobilitätsverhalten, insbesondere mit Blick auf den Umweltverbund,wird mithilfe von GIS-Analysen der Mobilitätsinfrastruktur-Daten ausgewertet, um mögliche Korrelationen feststellen zu können. Hierzu werden ausgewählte Indikatoren näherbetrachtet. Eine starke Korrelation konnte zwischen dem Mobilitätsverhalten und der Haltestellenkategorie der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) hergestellt werden. Auch die Haltestellendichte innnerhalb von 5 Kilometern Umkreis des Einstiegsbahnhofs erweist sich als guter Indikator für den Anteil des Öffentlichen Verkehrs am Modal Split am Zugangsweg zur Bahn. Bei Fuß- und Radverkehrsnetzen konnte keine Korrelation gezeigt werden, welche ein besseres Netz mit einer höheren Benutzung verknüpfen würde. Dafür gehen bei diesem Datensatz die Anteile der Aktiven Mobilität zurück, wenn ÖV-Indikatoren gute Ergebnisse liefern. Diese Indikatoren korrelieren also stark mit dem Nutzungsverhalten von Zufußgehenden und Radfahrenden. Ebenfalls stark korreliert die Bevölkerungsdichte mit der Verkehrsmittelwahl am Weg zur Bahn. Bei steigender Bevölkerungsdichte steigt der Anteil am Öffentlichen Verkehr, der Anteil an den restlichen Verkehrsmitteln sinkt, obwohl eine starke Korrelation zwischen Bevölkerungsdichte und der Qualität von Fuß- und Radwegen rund um Bahnhöfe festgestellt werden kann. Es wird vermutet, dass die noch stärkere Korrelation von Bevölkerungsdichte und Haltestellendichte des ÖV dazu führt, dass in dichter besiedelten Gebieten die Nutzung der Aktiven Mobilität zur Anreise abnimmt.
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Austria is set to become climate neutral in 2040 in order to mitigate climate change.One of the challenges that need to be adressed for that is a mobility transition towards eco-mobility. This thesis takes a closer look on mobility behaviour on the access way to the train station and to what extent the mobility infrastructure of eco-mobility around train stations influences these mobility choices.In the paper, the existing data set of the VCÖ-Bahntest 2023, an Austria-wide survey which includes the mobility choices on the access route of the station, is analyzed. This dataset of mobility choices is compared with selected indicators on the mobility infrastructure of eco-mobility using GIS. With the results, possible correlations between the two are determined.A strong correlation was established between the mobility choice and the station category determined by Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK). Also, the public transport station density around the train station serves as a good indicator for the percentage of people within the modal split using public transport to get to the station. For the modes of active mobility such as walking or cycling, the considered indicators did not show a correlation between better infrastructure and higher use of the respective transport mode. However, indicators of public transport services correlate inversely with the usage of active transport modes, suggesting that active mobility is chosen whenever qualitative public transport is not available.When looking at the correlation between population density and transport mode choice on the access route to the station, a strong correlation can be seen. With rising population density the share of public transit becomes larger while all other modes become less relevant. Nevertheless, a strong correlation between population density and the quality of the infrastructure for active mobility exists, suggesting that the even stronger correlation with public transport quality leads to declining use of active mobility on the access route to the station.