Mühl, J., Mika, S., & Lederer, J. (2025). Glasrückgewinnung aus Müllverbrennungs-Bettaschen. In 14. Wissenschaftskongress Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft (pp. 105–108). innsbruck university press. https://doi.org/10.15203/99106-153-3
Glas, das in gemischtem Siedlungsabfall entsorgt wird, wird überwiegend verbrannt oder deponiert und geht so für ein Recycling in der Verpackungsglasindustrie verloren. Nach der Müllverbrennung verbleibt Glas in der Müllverbrennungsasche, aus der es aus technischer Sicht durch sensorgestützte Sortierung zurückgewonnen werden kann. Diese Glasrückgewinnung ist in Österreich für Bettaschen aus der Wirbelschichtfeuerung bereits teilweise in industrieller Anwendung. In einem Versuch wurde die Qualität von aus österreichischen Bettaschen rückgewonnenen Glasfraktionen analysiert. Zudem wurden zwei Glasfraktionen aus
Bettaschen weiter aufbereitet, um Fremdstoffe wie Keramik, Steine, Porzellan, Metalle und Bleiglas zu entfernen. Dadurch sollte die Reinheit der Glasfraktion verbessert und ein Glasrecycling ermöglicht werden. Die Glasfraktionen aus industrieller Ascheaufbereitung enthalten
Störstoffgehalte bis zu 13%. Nach vierstufiger Aufbereitung konnten die Störstoffe jedoch fast vollständig (>99%) entfernt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Glasrückgewinnung aus Bettaschen eine vielversprechende Möglichkeit darstellt, Glasrecycling zu steigern und deponierte Glasmengen zu verringern.
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Project title:
Christian Doppler Labor für Design und Bewertung einer effizienten, recyclingbasierten Kreislaufwirtschaft: CD-Labor für Recyclingbasierte Kreislaufwirtschaft (Christian Doppler Forschungsgesells)
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Research Areas:
Sustainable Production and Technologies: 30% Efficient Utilisation of Material Resources: 40% Non-metallic Materials: 30%