Bühlmann, V. (2025). Wörter des Bestandes – städtische Sätze und vernakuläre Stülpungen. In D. Damjanovic, L. De Chiffre, M.-A. Miessgang, H. Oevermann, & J. Suitner (Eds.), Transformation des Bestandes (pp. 77–93). TU Wien Academic Press. https://doi.org/10.34727/2025/isbn.978-3-85448-073-0_6
E259-04 - Forschungsbereich Architekturtheorie und Technikphilosophie
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Published in:
Transformation des Bestandes
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ISBN:
978-3-85448-073-0
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Date (published):
Nov-2025
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Number of Pages:
17
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Publisher:
TU Wien Academic Press, Wien
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Peer reviewed:
Yes
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Keywords:
Bauen im Bestand; Bestandstransformation; Umbau; Umnutzung; Weiterbauen
de
Abstract:
In diesem Text geht es um einen architekturtheoretischen Umgang mit einem Paradox, welches dem heutigen Verständnis einer disziplinären Logik von Architekturtheorie selbst ebenso innewohnt wie jenem der Denkmalpflege: die kultur- und identitätsstiftende Rolle von Theorie in ihrem Verhältnis zu Geschichte. Ich spreche von einem Paradox, weil sich in diesem Verhältnis verschiedene Referenzskalen in polarer Weise entgegenstehen: das Ganze im Größeren dem Kleineren, und die kleinen Vielen dem größeren Ganzen. Hinsichtlich theoretischer Disziplinen hat sich in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende diskursive Wertschätzung für die Entwicklung, die Entwicklungslogik und die Entwicklungsgeschichte von Ideen herausgebildet. Groß ist aber die Verführung dabei, den Ideen nicht als Ideen nachzuspüren, sondern sich ihnen primär strategisch und zum Zweck von unmittelbarer Identitätsstiftung zuzuwenden und sich zu bedienen. Damit stellen sich hinsichtlich der Ideen ähnliche Fragen, wie sie hinsichtlich des Bestandes in der Denkmalpflege schon längst explizites Thema sind: Es geht um eine gewisse Autonomie vom historischen Gegenstand. Dieser Text schlägt einen bestimmten Umgang mit Wörtern vor, der Bestand mit Idee ins Verhältnis setzt und als existenzieller Rationalismus eine bestimmte Proportionierung sucht, nach einem analogischen Modell, gemäß dem sich Theorie zu Geschichte verhält wie Idee zu Bestand.
Urban and Regional Transformation: 50% Development and Advancement of the Architectural Arts: 30% Energy Active Buildings, Settlements and Spatial Infrastructures: 20%