Frantes, C. (2025). Fahrradmetropole Wien 2050 - Eine architektonisch-stadtplanerische Utopie [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.118383
Für Wien wurde in der vorliegenden Arbeit die architektonisch-stadtplanerisch Utopie skizziert, dass Wien anstrebt, bis 2050 eine weltweit führende Fahrradmetropole zu werden, indem Radwege in der Stadt umfassend auf ihre Fahrradfreundlichkeit analysiert werden. Angesichts der Klimakrise und der Notwendigkeit, nachhaltige Mobilitätslösungen zu fördern, wird in der vorliegenden Arbeit das Ziel gesetzt, den Modal Split so zu verschieben, dass der Fahrradanteil ausgehend von 11 % im Jahr 2024 auf 35 % im Jahr 2050 ansteigt. Um dies zu erreichen, wird die bestehende Infrastruktur grundlegend neu strukturiert und auf die zukünftigen Bedürfnisse der Radfahrenden eingegangen. Ein zentrales Element dieser Vision ist die Umgestaltung des Straßenraums, um mehr Platz für den sowohl ruhenden, als auch fahrenden Radverkehr zu schaffen. Hierzu wird das Ideal eines durchgängigen Fahrradnetzes entwickelt, das durch neu verortete Haupt-Radverkehrsadern den gesamten Stadtraum Wiens überspannt. Zusätzlich werden neue Fahrradabstellanlagen geplant und designt, um den Komfort und die Attraktivität des Radfahrens zu erhöhen. Die Implementierung eines funktionalen Leitsystems erleichtert die Navigation für Radfahrende und bildet den dritten Konzeptbaustein. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Schaffung von Knotenpunkten zwischen Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln, um den Umstieg zu erleichtern und multimodale Mobilität zu fördern. Im Zuge der Umstrukturierung des Straßenraums sollen darüber hinaus Mehrwertflächen geschaffen werden, die die Aufenthaltsqualität und soziale Interaktionen fördern. Ziel der Arbeit ist es, durch gezielte planerische und bauliche Eingriffe dem Radverkehr eine gleichgestellte Rolle gegenüber dem motorisierten Individualverkehr und den dafür notwendigen Platz für entsprechende Infrastruktur im Wiener Stadtraum zur Verfügung zu stellen. Jene Utopie zur Aufwertung des Fahrrads und Radfahrens hat den Rückbau von Fahrspuren und Rückgang der Notwendigkeit von Stellplatzflächen für den motorisierten Individualverkehr im öffentlichen Raum zur Folge. Insgesamt zielt diese umfassende Transformation der urbanen Mobilität darauf ab, nicht nur den Fahrradverkehr zu steigern, sondern auch die Lebensqualität der Stadtbewohner zu verbessern und Wien zu einer lebenswerten, nachhaltigen Stadt zu machen, die den Herausforderungen des Klimawandels aktiv begegnet.
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The architectural and urban planning utopia outlined in this academic paper for Vienna is that the city aims to become a world-leading cycling metropolis by 2050. This will be achieved by conducting a comprehensive analysis of the city's cycle paths to assess their bicycle-friendliness. Considering the climate crisis and the need to promote sustainable mobility solutions, this study seeks to increase the share of cycling from 11 % in 2024 to 35 % in 2050 by shifting the modal split. To achieve this, the existing infrastructure will be radically overhauled to accommodate the future needs of cyclists. A central element of this vision is redesigning the road space to provide more room for stationary and travelling cyclists alike. To this end, the concept of a continuous cycle network spanning the entire urban area of Vienna is being developed, incorporating newly located main cycle traffic arteries. Additionally, new bicycle parking facilities will be designed to enhance the convenience and appeal of cycling. A functional guidance system will be implemented to make navigation easier for cyclists. Another important aspect is creating hubs where bicycles and public transport meet, to make changing over easier and encourage multimodal travel. As part of the restructuring of street space, areas that promote the quality of stay and social interaction are also to be created. The work aims to use targeted planning and structural interventions to give cycling an equal status with motorised private transport, providing the necessary space for the corresponding infrastructure in Vienna's urban areas. This vision for upgrading cycling would entail removing lanes and reducing the need for parking spaces for private motorised vehicles in public spaces. This comprehensive transformation of urban mobility aims to increase bicycle traffic and improve the quality of life for city dwellers, making Vienna a liveable, sustainable city that actively responds to the challenges of climate change.
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