Fink, P. (2025). Analyse der Auswirkungen des Wegfalls der Grundbuchs- und Pfandrechtseintragungsgebühren auf das Transaktionsvolumen bei Neubauprojekten in Wien : Ein Vergleich des zweiten Halbjahres 2023 und 2024 [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.136959
Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen der Abschaffung der Grundbucheintragungs- und Pfandeintragungsgebühren auf den Neubausektor in Österreich unter Einbeziehung rechtlicher, wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Ausgangspunkt ist die Problemstellung, dass die hohen Erwerbsnebenkosten, zu denen auch die Grundbucheintragungs- und Pfandeintragungsgebühren zählen, potenziell eine Hürde für Wohnungskäufe darstellen können. Ziel der Arbeit ist es, den tatsächlichen Einfluss dieser Gebührenabschaffung auf das Transaktionsvolumen zu ermitteln. Die zentrale Forschungsfrage lautet, in welchem Ausmaß sich der Wegfall der Grundbuchs- und Pfandrechtseintragungsgebühren auf die Immobilientransaktionen in Wien bei Neubauprojekten auswirkt. Methodisch kombiniert die Arbeit eine quantitative Analyse der verbücherten Kaufverträge mit qualitativen Expertinnen-/Experteninterviews. Die quantitative Komponente umfasst statistische Verfahren wie den Wilcoxon-Test zur Prüfung signifikanter Preisunterschiede vor und nach der Gebührenabschaffung, die Spearman-Korrelation zur Analyse von Zusammenhängen zwischen ökonomischen Indikatoren und Transaktionsvolumina sowie multiple Regressionsmodelle zur gleichzeitigen Bewertung mehrerer Einflussgrößen. Die qualitative Untersuchung basiert auf Expertinnen-/Experteninterviews mit Personen aus dem Bauträgerwesen und Maklerwesen, deren Aussagen thematisch ausgewertet und in Bezug zu den quantitativen Ergebnissen gesetzt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gebührenabschaffung isoliert betrachtet nur einen geringen direkten Einfluss auf die Transaktionsanzahl hatte. Stärkere Effekte wurden beim Transaktionsvolumen in Phasen niedriger Zinsen festgestellt, wobei Zinssätze als Haupttreiber identifiziert wurden. Auch auf der qualitativen Seite wurden die Zinsen als Haupttreiber und die Gebührenabschaffung nur als Nebentreiber identifiziert. Das Fazit der Arbeit ist, dass die Gebührenabschaffung als flankierende, nicht als primäre Steuerungsmaßnahme im Wohnungsmarkt zu verstehen ist. Ihre Wirksamkeit hängt maßgeblich von externen Bedingungen wie dem Zinsumfeld und der gesamtwirtschaftlichen Lage ab. Der Ausblick empfiehlt, dass auch makroökonomische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, um den Neubausektor nachhaltig zu beleben
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers