Rinderer, N. (2026). Von Versen zu Räumen – Architektonische Übersetzungen lyrischer Kompositionen [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.131761
Poesie; Lyrik; Gedichte; Komposition; Dekonstruktion; Sprachstruktur; Übersetzung; Paula Ludwig; Raumwahrnehmung
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poetry; lyric poetry; poems; composition; deconstruction; language structure; translation; Paula Ludwig; spatial perception
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Abstract:
Aus der Begegnung von Lyrik und Architektur entsteht die Auseinandersetzung mit der Übertragbarkeit lyrischer Kompositionsprinzipien auf architektonische Gestaltung. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass beide Disziplinen auf vergleichbaren Gestaltungsprinzipien beruhen und sich produktiv aufeinander beziehen können. Der Forschungsschwerpunkt der vorliegenden Arbeit wird durch eine detaillierte Analyse der Gedichte von Paula Ludwig (1900–1974) konkretisiert. Ihre Texte dienen dazu, sprachlich-kompositorische Strukturen zu untersuchen und daraus abstrakte architektonische Konzepte abzuleiten. Die Untersuchung verfolgt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Lyrikanalyse, sondern zeigt exemplarisch, wie poetische Komponenten als Impulse für das architektonische Entwerfen genutzt werden können. Daher versteht sich diese Arbeit als experimentelle Annäherung an eine Entwurfsmethode aus der Sprache heraus. Die Vorgehensweise verbindet analytische Dekonstruktion mit explorativem Schreiben und architektonischem Entwerfen. Gewonnene Impulse werden im Entwurf eines Paula-Ludwig-Archivs mit Erinnerungsraum umgesetzt und veranschaulichen die Übersetzung lyrischer Gestaltungsprinzipien in räumliche Qualitäten. Die Arbeit bietet einen erweiterten Blick auf das Zusammenspiel von Lyrik und Architektur, trägt zum interdisziplinären Diskurs bei und zeigt, welches gestalterische Potenzial die Lyrik dem architektonischen Denken eröffnet.
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The encounter between poetry and architecture leads to an examination of the transferability of poetic composition principles to architectural design. The underlying assumption is that both disciplines are based on comparable design principles and can relate to each other in a productive way. The research focus of this thesis is specified by a detailed analysis of the poems of Paula Ludwig (1900–1974). Her texts serve to examine linguistic and compositional structures and to extract abstract architectural concepts from them. The study does not claim to be a complete analysis of poetry, but rather shows examples of how poetic components can be used as impulses for architectural design. This work is therefore intended as an experimental approach to a design method based on language. The methodology combines analytical deconstruction with exploratory writing and architectural planning. The resulting impulses are implemented in the design of a Paula Ludwig-Archive including a room of remembrance and illustrate the translation of poetic design principles into spatial qualities. This thesis offers an expanded view of the interplay between poetry and architecture, contributes to the interdisciplinary discourse, and shows the creative potential that poetry opens up for architectural thinking.
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