Loidl, S., & Fink, J. (2026). Analyse von etablierten Dämpfungsermittlungsverfahren für Eisenbahnbrücken im Frequenzbereich. Bauingenieur, 101(3), 59–69.
Zugüberfahrten im Hochgeschwindigkeitsverkehr stellen für Eisenbahnbrücken eine dynamische Beanspruchung dar, die sowohl tragsicherheitsrelevante als auch gebrauchstauglichkeitsbezogene Aspekte umfasst.
Die Einhaltung normativ festgelegter maximaler Schwingungsreaktionen der Brücke, ausgedrückt durch Grenzwerte der vertikalen Beschleunigung, sind durch dynamische Simulationen nachzuweisen. Vergleiche zwischen rechnerischen Simulationen und realen Schwingungsmessungen zeigen häufig signifikante Diskrepanzen, die auf vereinfachte oder unzureichende Modellbildungen und die damit verbundenen konservativen Annahmen zurückzuführen sind. Als ein maßgebender Parameter der dynamischen Simulationen gilt die Dämpfung des Schwingsystems, speziell bei der Untersuchung von Resonanzereignissen. Im vorliegenden Beitrag werden etablierte Methoden zur Dämpfungsermittlung von Eisenbahnbrücken im Frequenzbereich analysiert und weiterentwickelt. Erkenntnisse aus großmaßstäblichen Versuchsanlagen, sowie mechanische
Überlegungen, liefern tiefere Einsichten in das dynamische Strukturverhalten, wodurch systematische modellbedingte Unsicherheiten in etablierten Methoden zur Dämpfungsermittlung aufgezeigt werden können. Zusammenfassend werden die gewonnenen Erkenntnisse in Anforderungen an ein neues Konzept zur Dämpfungsermittlung von Eisenbahnbrücken im Frequenzbereich formuliert.
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Additional information:
Journal: https//10.37544/0005-6650-2026-08
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Research Areas:
Mathematical and Algorithmic Foundations: 33% Modeling and Simulation: 34% Computational Materials Science: 33%