Herdits, H., Zbiral, J., & Haubner, R. (2026). Glasfunde von einer Glashütte des 17. Jhs. sowie Glashandgranaten von der Burg Güssing im Burgenland. BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte, 171(5), 253–262. https://doi.org/10.1007/s00501-025-01586-5
1633 wurde von der Herrschaft Bernstein eine Glashütte im Mönchgrabens bei Günsbach im Burgenland errichtet. Aufgrund von Holzmangel dürfte diese Hütte bereits 1694 wieder geschlossen worden sein. Die untersuchten Glasreste enthielten sowohl Natrium als auch Kalium, was darauf hindeutet, dass kein reines Waldglas aus Pottasche verarbeitet wurde. Die Proben enthielten auch Mn, das zum Entfärben zugesetzt wurde. Die Anwendung von As konnte in den Gläsern nicht nachgewiesen werden.
Von der Burg Güssing stammten die beiden untersuchten Glashandgranaten. Diese wurden vermutlich zwischen 1590 und 1600 hergestellt. Auch dieses Glas enthielt Mischungen von Natrium und Kalium. Auffällig war eine helle Korrosionsschicht an einer der Bruchflächen.
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In 1633 the Bernstein lordship built a glassworks in Mönchgraben near Günsbach in Burgenland. Due to a lack of wood, this plant was probably closed again in 1694. The examined glass contained both sodium and potassium, which indicates that no pure forest glass made from potash was processed. The samples additionally contained Mn, which was added to decolorize the glass. The use of As could not be detected in the glasses. The two examined glass hand grenades came from Güss- ing Castle. These were probably made between 1590 and 1600. This glass contained mixtures of sodium and potassium as well. A bright layer of corrosion on one of the fracture surfaces was noticeable.